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14.01.2013

11:48 Uhr

Devisen

Der Euro setzt Höhenflug fort

Die europäische Währung steigt und steigt. Verantwortlich dafür scheinen vor allem die Aussagen von EZB-Präsident Draghi zur konjunkturellen Entwicklung. Im Soge der Nachrichten ging es auch für den Dax aufwärts.

Blickt zuversichtlich nach vorne: EZB-Präsident Mario Draghi. dapd

Blickt zuversichtlich nach vorne: EZB-Präsident Mario Draghi.

FrankfurtDie Anleger an den Finanzmärkten sind weiter zuversichtlich: Der Euro ist zu Wochenbeginn auf ein Elf-Monats-Hoch von 1,3403 Dollar gestiegen, auch im Dax ging es am Montag deutlich aufwärts. „Die Stimmung in der Euro-Zone ist besser geworden“, schrieben die Experten der BNP Paribas in einem Kommentar.

Seit EZB-Präsident Mario Draghi vergangenen Donnerstag einen optimistischeren Ton zur konjunkturellen Entwicklung angeschlagen hat, ist vor allem die Gemeinschaftswährung kaum noch zu bremsen. Die meisten Investoren gehen davon aus, dass eine Zinssenkung zur Ankurbelung der Wirtschaft vorerst vom Tisch ist - der Euro kommt seit Mittwoch auf ein Plus von gut dreieinhalb US-Cent. Der Dax gewann am Montag 0,9 Prozent auf 7783 Zähler. Der EuroStoxx50 stieg um bis zu 0,6 Prozent auf 2733 Punkte, den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren.

Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz rechnet allerdings nicht damit, dass die gute Laune am Devisenmarkt langfristig anhält. Der EZB-Effekt dürfte schnell verpuffen und von der Datenseite sei derzeit kaum mit positiven Meldungen aus der Eurozone zu rechnen, erklärte er. Für Enttäuschung sorgten am Montag bereits die Produktionsdaten der italienischen Industrie. Der gesamte Ausstoß im Verarbeitenden Gewerbe sank um ein Prozent zum Oktober. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einer Stagnation gerechnet.

Die deutlichsten Kursgewinne im Dax verbuchte am Montag die Commerzbank. Die Aktien erholten sich von ihren zuletzt deutlichen Verlusten und legten um 3,1 Prozent auf 1,69 Euro zu. Ebenfalls im Plus lagen die Papiere der Münchener Rück, die sich nach einer Hochstufung von Barclays um gut zwei Prozent verteuerten.

Im MDax machten Sky Deutschland von sich Reden: Der australische Medienzar Rupert Murdoch hat die Mehrheit an dem Konzern übernommen. Zugleich sicherte sich der Sender neue Kredite, um die teuer gekauften Bundesligarechte zu finanzieren. „Die Aufstockung der Anteile zeigt das Zutrauen des Mehrheitseigentümers“, sagte ein Börsianer. Auch DZ Bank-Analyst Harald Haider äußerte sich positiv. „Die neue Finanzierung ebnet den Weg für weiteres Wachstum.“ Die Aktien standen mit einem Plus von 2,7 Prozent an der Spitze des Nebenwerte-Index.

Keinen guten Tag erwischten die Aktien von Chipentwickler Dialog Semiconductor. Einem japanischen Zeitungsbericht zufolge hat Apple seine LCD-Screen-Bestellungen für das iPhone 5 für das laufende Quartal fast halbiert. Apple fielen in Frankfurt um 2,6 Prozent, Dialog verbilligten sich im TecDax um mehr als vier Prozent.

Von

rtr

Kommentare (2)

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DasZehnteGebot

14.01.2013, 19:46 Uhr

Exodus 20, 17: Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgend etwas, das deinem Nächsten gehört.
Währung als Waffe weil, in einem Wirtschaftssystem wo es den einzelnen Ländern erlaubt ist durch Leistungsbilanzüberschuss die eigene Arbeitslosigkeit zu exportieren, jeder Mittel dass das Überleben erlaubt legitim wird. Das Grundübel ist dass Leistungsbilanzungleichgewichte erlaubt sind.
Der Gesamtwert der Leistung eines Landes dürfte der Gesamtwert des eigenen Verbrauchs auf die Dauer weder übersteigen noch unterschreiten.
Das ist das Gesetzt der Harmonie durch das Gleichgewicht. Handelsüberschüsse sind die vollendete Tat auf Kosten der anderen sich Vorteil zu verschaffen. Also Diebstahl.

DominusVobiscum

14.01.2013, 19:56 Uhr

wenn Diebstahl dann sollen die Schulden die durch Handelsdefizite entstanden sind auch nicht honoriert werden.

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