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13.01.2012

10:22 Uhr

Devisen

Der Niedergang des Euro

VonJörg Hackhausen, Laura de la Motte

Die Schuldenkrise setzt dem Euro zu. Der Kurs der Gemeinschaftswährung taucht ab. Dazu spekulieren so viele wie nie zuvor auf einen weiteren Niedergang. Einzig Deutschland kann diesen noch aufhalten.

Der Euro ist in eine Schwächephase eingetreten. Einige Experten raten daher, Währungen von aufstrebenden Schwellenländern zu kaufen. dpa

Der Euro ist in eine Schwächephase eingetreten. Einige Experten raten daher, Währungen von aufstrebenden Schwellenländern zu kaufen.

Düsseldorf/FrankfurtDie Schuldenkrise in Europa weckt ungeahnte Ängste. Manch ein Experte fürchtet bereits das Ende der europäischen Währung. Die Euro-Krise sei gefährlicher als die Lehman-Pleite im Jahr 2008, warnte jüngst George Soros. Damit steht der 81-jährige Milliardär, der berühmt-berüchtigt für seine Devisenspekulationen ist, nicht alleine da. Und an den Finanzmärkten verliert der Euro derzeit an Wert. Im letzten Monat legte er unter den größten Währungen der Industrieländer die schwächste Entwicklung hin.

Aktuell kostet der Euro um die 1,28 Dollar. „Am Markt gilt als weitgehend ausgemacht, dass der Euro zunächst Kurs Richtung 1,25 Dollar und dann weiter Richtung 1,20 Dollar nehmen wird“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Devisenhändler. Nicht nur Hedge-Fonds, sondern auch Versicherungen oder Pensionskassen haben die Gemeinschaftswährung zuletzt in großem Umfang verkauft. Mehr als 120.000 Wetten gibt es momentan auf einen fallenden Euro, zeigen Daten von HSBC. Das sind so viele wie noch nie.

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Von einer Flucht aus dem Euro kann noch keine Rede sein, wohl aber von einer Umverteilung innerhalb Europas. Investoren verabschieden sich aus den Schuldenstaaten, dafür fließt mehr Geld in deutsche Bundesanleihen. Das Kapital bleibt vorerst im Euro-Raum, deshalb gerät der Wechselkurs nicht noch stärker unter Druck. Wie eine Währungsunion auf Dauer mit solchen Ungleichgewichten funktionieren soll, ist die Frage, die Europas Politiker noch beantworten müssen.

Noch bekommt der Bund seine Anleihen gut los. Doch die Ratingagentur S&P hat bereits leise Zweifel an der Kreditwürdigkeit Deutschlands geäußert. Und die Kosten für Ausfallversicherungen auf deutsche Staatsanleihen sind seit vergangenem Herbst merklich gestiegen. Sollte die Schuldenkrise endgültig in Deutschland ankommen, könnte der Euro noch einmal deutlich an Wert verlieren.

Kommentare (62)

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HB-Leser

13.01.2012, 10:41 Uhr

Muss es wirklich sein, jeden Tag eine Euro-Geschichte vorgesetzt zu bekommen ? Muss jederzeit die Bildschrimseite voll geschrieben sein ?

Account gelöscht!

13.01.2012, 10:44 Uhr

Wie oft wurde die DEUTSCHE MARK gerettet? - NIE! Es wäre besser wenn es den EURO nie gegeben hätte. G€ld, das man retten muss ist kein GELD!

Deutschland hat seine eklatante Verschuldung binnen kürzester Zeit von 1.8 auf 2,2 Billionen EURO hochgeschraubt, das sind fast 90% !!! 2012/13 geht es "gegen die Drei" !

Deutschland zahlt also sicher die selbst auferlegten Strafen! Alle anderen Bankrott-Staaten auch, aber mit dem kleinen Unterschied, dass diese solcherlei "Zusatzschulden" wieder von der EU, EZB, ESFS, ESM (auf der Targ-Schiene auch über die Deutsche Bundesbank !) etc. zurückbezahlt bekommen !

Wer übernimmt diese weiteren verlorenen Zuwendungen? DEUTSCHLAND !

Sofern die Bankrottstaaten vermelden (formlos !), dass sie nicht in der Lage sind, z.B. den EFSF "nachzurüssten", müssen die verbleibenden Staaten diesen "Ausfall" unter sich aufteilen !

Den letzten beissen die Hunde, also DEUTSCHLAND !

Endlich bemerkt, was hier für ein Schwindel abgeht - und wer zwischen Kimme und Korn im Visier steht !?

Deutschland konnte durch den 1. Weltkrieg nicht ruiniert werden, durch den 2. Weltkrieg ebenfalls nicht vernichtet werden - diesmal wird es wohl klappen - ohne Waffen !!!

Account gelöscht!

13.01.2012, 10:46 Uhr

Deutschland kann den Niedergang des Euro aufhalten bis zum eigenen Staatsbankrott. Dann ist Feierabend.
Und genau das wird passieren. Unseren eurotischen Politikern sei Dank. Und natürlich der in Goebbelscher Manier trommelnden Presse. Und den Claqueren, die sich hier gleich verbreiten werden mit ihrer Euroideologie.

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