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06.11.2014

07:06 Uhr

Devisen

Dollar feiert Wahlsieg der Republikaner

VonAxel Postinett

Weltweit haben die Anleger die US-Wahlen mit Spannung erwartet. Spekulanten, die auf die Republikaner gesetzt haben lagen richtig. Der Dollar legte kräftig zu. Ist die Greenback-Rally nachhaltig?

„In God we trust“: Der Dollar  legte nach den Wahlen in den USA zu. dpa

„In God we trust“: Der Dollar legte nach den Wahlen in den USA zu.

San FranciscoDie Stimmung an der Wall Street ist prächtig. Die Aktienmärkte sind in Rekordlaune, der Dollar auf notiert auf einem Sieben-Jahreshoch zum japanischen Yen, der Euro auf Zweijahres-Tief zum Dollar. Die Finanzmärkte feiern den Sieg der Republikaner bei den jüngsten Kongresswahlen am Dienstag. Ein Euro kostet aktuell 1,2521 US-Dollar.

Die Hoffnung der Investoren: Jetzt wird der Druck auf die Notenbank Fed erhöht, eine konservative Geldpolitik zu betreiben und den Schuldenhaushalt zu konsolidieren. Doch erste Stimmen warnen vor einer Übernahme der Notenbank durch die neuen politischen Herren.

So manch frischgebackener Senator oder Senatorin, die jetzt ihre Koffer packen um nach Washington umzuziehen, machten schon Dienstag klar, dass sie einen Wechsel wollen: sowohl im politischen Miteinander als auch in der Finanzpolitik. Doch es ist bei weitem nicht alleine die Hoffnung auf neue politische Vernunft in Washington, die den Greenback stärkt: Neue Zahlen deuten auf zunehmende wirtschaftliche Probleme in Europa und Asien hin. Eurostat meldet ein Minus im Einzelhandel von 1,3 Prozent für August auf September im Euroblock mit Deutschland und Minus 3,2 Prozent als größtem Verlierer.

Joni Ernst will in Washington aufräumen. Sie ist die erste Frau, die Iowa im Senat vertreten wird. Und sie macht keinen Hehl daraus, was sie von der Politik-Elite dort hält. „Wir werden sie quieken lassen“, ruft die Republikanerin unter dem Jubel ihrer Anhänger den Demokraten zu. Die Andeutung ist drastisch. Ernst arbeitete früher auf einer Schweine-Farm in Iowa. Bei der Kastration gaben die Schweine nach ihrer Darstellung im Wahlkampf ein lautstarkes Quieken von sich.

Sicherheit für die Reisekasse

Nicht zuviel Bargeld

Sowohl der Bundesverband deutscher Banken (BdB) als auch der Deutsche Reiseverband (DRV) raten, sich sicherheitshalber nie auf ein Zahlungsmittel zu verlassen. Der Bankenverband empfiehlt darüber hinaus, nicht mehr als ein Drittel des Budgets in bar mitzunehmen. Es sei jedoch für den Anreisetag ratsam, vor allem bei Nicht-Euro-Ländern, bereits eine kleine Summe in Landeswährung im Portemonnaie zu haben. Der Wechsel kann in der heimischen Bank günstiger sein als vor Ort. Vorsicht: Einige Länder haben Obergrenzen bei der Einführung von Devisen.

Vorsicht beim Geldabheben

Beim Abheben oder Zahlen mit der EC-Karte im Ausland gelten die gleichen Sicherheitshinweise wie in Deutschland. Am Geldautomaten sollte die PIN verdeckt eingegeben werde, damit niemand von der Seite oder von hinten die Geheimnummer ausspähen kann. Das Gleiche gilt beim Bezahlen beim Einzelhändler. „Vor allem sollte man sich seine PIN nirgends notieren“, sagt eine Sprecherin des BdB. Wenn der Kunde seine Pin leichtfertig verwendet, zahlt die Bank den entstandenen Schaden nicht. Die Beweislast kann dann beim Kunden liegen.

Limit am Automaten

Banken begrenzen vielfach aus Sicherheitsgründen für das Ausland das Abhebelimit. Bei vereinzelten Instituten, etwa der Deutschen Bank, ist das Limit außerhalb Europas sogar auf null gesetzt. Um nicht gleich zu Beginn des Urlaubs mit leeren Händen dazustehen, ist es ratsam, vor Reiseantritt bei der Bank anzurufen oder online zu überprüfen, wie hoch der Verfügungsrahmen angesetzt ist und ihn gegebenenfalls zu ändern. Bei der Deutschen Bank steht auf der Karte die 24-Stunden-Hotline, um die Karte mit sofortiger Wirkung freizuschalten.

Karte sperren

Sollte es allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz passieren, dass die Bank- oder Kreditkarte abhandenkommt, sollte die Karte schnellstmöglich gesperrt werden. Dazu kann die Bank direkt kontaktiert werden oder, wie der Deutsche Reiseverband empfiehlt, der Sperr-Notruf, der unter der Telefonnummer 0049 116 116 zu erreichen ist. Der BdB empfiehlt den SOS-Infopass, der eine Vielzahl möglicher Sperrnummern enthält und online verfügbar ist.

Fernreisen

Eine Variante zu Bargeld und Bankkarten bieten noch immer Reiseschecks. „Für Touristenorte sind Schecks aber eigentlich nicht notwendig“, sagt die BdB-Sprecherin. Im außereuropäischen Ausland und bei längeren Fernreisen seien Schecks in Dollar dennoch eine sichere Alternative. Die Schecks werden an vielen Stellen wie Bargeld behandelt und können ansonsten gegen Unterschrift und Vorzeigen des Ausweises eingetauscht werden.

Reiseschecks

Reiseschecks müssen vor Reiseantritt erworben werden und kosten bis zu zwei Prozent des Kaufwerts. Dafür sind sie über ihren vollen Wert versichert und werden bei Verlust meist innerhalb von 24 Stunden ersetzt. Auch hier sollten Verbraucher möglichst rasch nach Verlust eines Schecks das ausstellende Finanzinstitut anrufen. Wichtig: Vor der Reise müssen Kunden immer einmal auf dem Scheck unterschreiben. Die zweite Unterschrift erfolgt dann beim Tausch gegen Bargeld. Eine Alternative können Prepaid-Kreditkarten sein.

Das lautstarke Senatsmitglied will jetzt neue Vernunft in den Haushalt bringen. Als kleines Mädchen hatte sie nur ein paar Schuhe, erzählt sie. Und immer wenn es regnete, habe ihre Mutter Frühstücksbeutel aus Plastik über die Schuhe gezogen, damit sie geschont werden. Und im Schulbus habe sie dann da gesessen, unter lauter Kindern aus „hart arbeitenden Familien“, mit Brotbeuteln um die Schuhe. „Ehre den Dollar und verschwende ihn nicht“, das habe sie von ihrer Mutter gelernt.

Da ist sie in Washington gerade richtig. Mit dem ewigen Schuldenmachen kann es so nicht weitergehen, ruft sie ihren Fans zu und dafür lieben sie sie. Barack Obama dagegen muss seinen 3,9 Billionen Haushalt durch den Kongress bekommen. Die Fed steht unter enormem Druck ihre Null-Zins-Politik zu beenden und die Rahmendaten sprechen für Zinssteigerungen.

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