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26.06.2013

18:23 Uhr

Devisen

Dollar steigt dank Konjunktur

Der Euro fällt am Mittwoch etwas zurück. Dem Dollar helfen die guten US-Konjunkturdaten und die gehobenen Renditen auf Staatsanleihen. Händler spekulieren auf das baldige Ende der ultralockeren US-Geldpolitik.

Euromünzen auf Dollarnote. Die zuletzt guten Konjunkturdaten aus den USA geben dem Dollar Rückenwind. dpa

Euromünzen auf Dollarnote. Die zuletzt guten Konjunkturdaten aus den USA geben dem Dollar Rückenwind.

FrankfurtDer Euro hat am Mittwoch nach Konjunktursignalen aus Deutschland nur vorübergehend Verluste zum Dollar aufgeholt und gab im weiteren Verlauf wieder nach. Es war bereits der sechste Handelstag in Folge mit Kursverlusten zum Dollar.

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,3022 Dollar gehandelt, 0,4 Prozent schwächer. Im vorläufigen Tageshoch war der Euro bis auf 1,3087 Dollar gestiegen, im Tief bis auf 1,3010 Dollar gesunken. Am Dienstag hatte die Devise 0,3 Prozent verloren.

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, hatte in einer Rede vor der französischen Nationalversammlung in Paris geäußert, die Geldpolitik der EZB werde auf absehbare Zeit akkommodierend bleiben. Ein Ausstieg aus den derzeitigen Maßnahmen sei fern. „Es dreht sich alles um die Kommentare von Draghi, die recht 'dovish' waren“, sagte Richard Franulovich, Leitender Währungsstratege bei Westpac banking Corp. in new York. „Es ist derzeit mehr der Fall einer Euro-Schwäche als einer Dollar-Stärke.“

Das von der GfK ermittelte Verbrauchervertrauen für Juli fiel mit 6,8 besser als erwartet aus. In einer Umfrage von Bloomberg News war mit einem gegenüber dem Vormonat unveränderten Wert von 6,5 gerechnet worden.

Die Unterstützung für den Dollar bröckelte nur vorübergehend etwas ab, nachdem am Nachmittag Daten zum US- Wirtschaftswachstum in den USA überraschend schwächer ausgefallen waren. Die endgültigen Zahlen zum US-BIP im ersten Quartal auf Jahresbasis zeigten nur einen Anstieg um 1,8 Prozent. Der vorläufige Stand hatte noch 2,4 Prozent betragen. Auch der private Konsum war weniger gestiegen als zunächst angegeben. Damit wird wieder stärker darüber spekuliert, wann die US-Notenbank damit beginnt, ihre Anleihekäufe zu verringern.

Der Schweizer Franken war zum Euro 0,2 Prozent stärker bei 1,2249 Franken. In Relation zum Dollar lag der Franken 0,2 Prozent tiefer bei 94,04 Rappen.

Der Yen stieg zum Euro um 0,8 Prozent auf 126,90 Yen. Gegenüber dem Dollar war die japanische Devise bei 97,44 Yen 0,4 Prozent stärker. Die Nachfrage nach dem als „sicheren Hafen“ geltenden Yen hielt wegen der Unsicherheiten am chinesischen Geldmarkt an.

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