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07.06.2012

08:52 Uhr

Devisen

Euro-Anleger hoffen auf rasche Spanien-Lösung

Spekulationen auf eine rasche Lösung der spanischen Bankenkrise haben den Euro am Donnerstag in Reichweite der 1,26-Dollar-Marke geschoben.

Eine Euro-Münze dpa

Eine Euro-Münze

FrankfurtDie Gemeinschaftswährung notierte in der Spitze bei 1,2585 Dollar und damit leicht über ihrem New Yorker Vortagesschluss von 1,2579 Dollar. Investoren setzten darauf, dass die spanischen Banken ihre Probleme mit Unterstützung der EU schnell in den Griff bekommen könnten.

Spanien will unbedingt vermeiden, dass es durch seine Bitte als Schuldensünder gebrandmarkt und mit den Hilfeempfängern Griechenland, Irland und Portugal in einen Topf geworfen wird. Das hoch verschuldete Land könnte aber unter einen - im Rahmenvertrag für den aktuellen Euro-Notfonds EFSF vorgesehenen - „kleinen“ Rettungsschirm schlüpfen und nur Geld zur Rekapitalisierung seiner Banken in Anspruch nehmen. Die Hoffnungen auf eine baldige Lösung seien gestiegen, hieß es in
einem Kommentar der Royal Bank of Canada.

Am Rentenmarkt war Spanien ebenfalls das Thema Nummer eins: Das Land will am Vormittag über eine Bond-Auktion bis zu zwei Milliarden Euro einsammeln. Die Emission gilt als Härtetest, da Finanzminister Cristobal Montoro am Dienstag gesagt hatte, die Märkte seien zu den derzeitigen Finanzierungskosten de facto für Spanien nicht mehr zugänglich. Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen am Sekundärmarkt lag am Donnerstag bei 6,258 Prozent (Vortag: 6,301 Prozent). Zehnjährige Bundesanleihen wurden nahezu unverändert mit 1,3 Prozent verzinst.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Kritiker01

07.06.2012, 10:08 Uhr

Schon in Ihrem einleitenden Satz stiften Sie, liebes Handelsblatt Verwirrung! Er erweckt den Anschein, dass die Banken Schuld an der gegenwärtigen Krise seien. Dies ist ökonomisch betrachtet völliger Unsinn! Die Bankenkrise, die wir gerade in der südlichen Europaperipherie sehen, ist letztlich "nur" eine Folge der anhaltenden Staatenkrise und die Krise des so gelobten europäischen Währungsraumes! Wer sich auch nur ein wenig mit der Ökonomie beschäftigt, wird leicht feststellen, dass Banken in unserem gegenwärtigen System eine Schlüsselposition einnehmen. Ergo sind sie auch mit die ersten, die Verwerfungen im System extrem zu spüren bekommen. Doch diese Entwicklung ist auch in unserer BRD nicht auszuschließen und die gegenwärtige Krise ist nicht durch die Sanierung der Banken zu beheben! Diese Krise legt schonungslos die Fehler im Konstrukt des europäischen Währungsraums offen. Darüber, liebes Handelsblatt sollte berichtet werden! Ich verweise an dieser Stelle auf die Verträge von Maastricht und Lissabon, den fehlenden Goldstandard, als Voraussetzung für "gutes Geld", die Artikel 122-127 über die Arbeitsweise der europäischen Union, die Konvergenzkriterien, , den Ausschluss monetärer Staatsfinanzierung und die Beachtung des No-Bail-Out-Prinzips. Nun schauen Sie, liebes HB, doch einmal, gegen welche Dinge in den letzten Jahren verstoßen wurde. So funktioniert eine gemeinsame Währung nicht! Ein gemeinsamer Währungsraum setzt grundsätzlich mindestens eine umfassende wirtschaftlich- und Währungspolitische Kooperation voraus - eine politische Union wäre noch entscheidender. Doch ist das umsetzbar? Viel zu unterschiedlich sind die Kulturen, die politischen Ansichten und ganz besonders die ökonomischen Voraussetzungen in der EU!

Kritiker01

07.06.2012, 10:09 Uhr

Marode Staatshaushalte und eine unfähige Politik, begleitet von unwissender Berichterstattung bereiten das Ende des Projekts der "Vereinigten Staaten von Europa"!!! Der Euro war und ist ein politisches Projekt und wahrlich keine ökonomische Notwendigkeit! Die wichtigsten ökonomischen Kennzahlen Wachstum und Wohlstand,Beschäftigung, Außenhandel und Leistungsbilanzwen, die Zahlungsbilanzen und ihre Finanzierung, Inflation und Lohnstückkosten, sowie die Staatsverschuldung und Zinsen seit der Euroeinführung im Vergleich zur restlichen Welt und den EU-Ländern ohne Euro, sowie den Zeiten vor dem Euro, sprechen eine deutliche Sprache und die absoluten Zahlen widerlegen die Annahme der Euro wäre notwendig für die einzelnen Staaten der EU! Die Politik und das Wirtschaftssystem sind gescheitert!

Account gelöscht!

07.06.2012, 10:21 Uhr

@Kritiker01
Sie haben mit allem Recht, aber das Ende des Projekts der "Vereinigten Staaten von Europa" ist eine gute Sache.

Dieses totalitäre und freiheitsraubende Projekt der Politik- und Geld-Eliten Europas gehört eingestampft.

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