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21.12.2011

17:17 Uhr

Devisen

Euro-Anleger werden wieder nervös

Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung wieder unter 1,31 US-Dollar. Nervöse Spekulationen machen die Runde.

Im Schatten der Weltwährung Nummer Eins: Der Euro. Reuters

Im Schatten der Weltwährung Nummer Eins: Der Euro.

Frankfurt/MainDer Euro ist zur Wochenmitte in einem teils sehr nervösen Handel unter die Marke von 1,31 US-Dollar gerutscht. Am späten Mittwochnachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3050 Dollar und damit rund einen halben Cent weniger als am Morgen. Im Vormittagshandel war der Euro noch auf ein Tageshoch von fast 1,32 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3054 (Dienstag: 1,3074) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7661 (0,7649) Euro.

Marktbeobachter sprachen von einem nervösen Handel. Dementsprechend waren die Schwankungen beim Euro mit rund zwei Cent abermals hoch. Die große Nervosität der Marktteilnehmer wurde auch an der Reaktion auf eine Geldspritze der EZB für die Geschäftsbanken deutlich: So wurde die Rekordsumme von fast 500 Milliarden Euro, die sich die Institute bei der Notenbank für drei Jahre liehen, zunächst positiv aufgenommen. Wenig später setzte jedoch Ernüchterung ein und der Euro kam unter Druck. Zur Begründung nannten Händler die hohe Anzahl von Banken, die sich an dem Refinanzierungsgeschäft beteiligten.

„Im Nachmittagshandel wurde der Euro zudem von abermaligen Gerüchten über eine Herabstufung Frankreichs belastet“, sagte Devisenexperte Volker Weber vom Bankhaus M.M. Warburg. Derartige Spekulationen machen an den Märkten bereits seit Wochen die Runde. Unlängst hatten zwei der großen Ratingagenturen die Bonität der zweitgrößten Euro-Wirtschaft auf den Prüfstand gestellt. „Die aktuell starken Schwankungen beim Euro sind aber auch mit dem näher rückenden Jahresende zu erklären“, sagte Experte Weber. Mit einem zusehends geringeren Handelsvolumen fallen einzelne Transaktionen stärker ins Gewicht, wodurch Kursschwankungen verstärkt werden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83230 (0,83680) britische Pfund, 101,66 (101,88) japanische Yen und 1,2190 (1,2192) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1608,00 (1613,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.330,00 (38.840,00) Euro.

Von

dpa

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