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14.05.2015

20:20 Uhr

Devisen

Euro auf dem höchsten Stand seit Februar

Der Eurokurs hat seine starke Gewinnserie der vergangenen fortgesetzt. Am Donnerstagmittag stieg die Währung auf den höchsten Stand seit Februar. Im Nachmittagshandel fiel der Euro allerdings wieder etwas zurück.

Die europäische Gemeinschaftswährung sank nach einem Plus von 0,4 Prozent wieder um 0,2 Prozent dpa

Sinkflug nach kurzem Aufwind

Die europäische Gemeinschaftswährung sank nach einem Plus von 0,4 Prozent wieder um 0,2 Prozent

FrankfurtDer Eurokurs hat seine starke Gewinnserie der vergangenen Tage am Donnerstag fortgesetzt. Am Vormittag stieg die Gemeinschaftswährung über 1,14 US-Dollar und erreichte gegen Mittag bei 1,1445 Dollar den höchsten Stand seit Februar. Im Nachmittagshandel fiel der Euro allerdings wieder etwas auf 1,1403 Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1419 (Mittwoch: 1,1221) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8757 (0,8912) Euro.

Nach Einschätzung von Händlern belasten weiterhin enttäuschende US-Konjunkturdaten die amerikanische Währung und sorgen im Gegenzug für Auftrieb beim Euro. Nach einem mageren ersten Quartal gibt es am Markt die Sorge, dass die Konjunkturflaute in den USA auch im zweiten Quartal andauern und die erste Zinserhöhung in den USA in weite Ferne rücken könnte.

Devisenexperte Todd Elmer von der Citigroup sagte am Donnerstag, mit der Aussicht auf eine späte Zinswende verliere der Dollar „einen der kräftigsten Antriebsmotoren“.

Experte Peter Kinsella von der Commerzbank rechnet aber nicht mit einer dauerhaften Schwäche der amerikanischen Währung. „Es ist noch viel zu früh, um das Ende der Dollar-Stärke auszurufen“, schrieb er in einer Analyse.

Derweil hat der ehemalige EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark vor einer neuen Finanzkrise gewarnt. Der „Allgemeinen Zeitung“ in Mainz sagte Stark laut Vorabmeldung: „Das Fluten der Geldmärkte führt zwangsläufig zu Übertreibungen. An den Aktienmärkten, an den Immobilienmärkten, an den Anleihemärkten.“

Wenn es nun abrupte Korrekturen der Übertreibungen gebe, könne dies verheerende Konsequenzen haben. „Ein kleiner Funke genügt, um eine neue Krise zu entfachen.“

Von

dpa

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