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07.10.2013

17:30 Uhr

Devisen

Euro dreht ins Minus

Im Laufe des Tages hat der Euro an Wert verloren: Er ist nachmittags auf ein Tagestief von 1,3543 US-Dollar gefallen. Der Grund: Laut Gerüchten könnten sich Demokraten und Republikaner im US-Haushaltsstreit einigen.

Die Gemeinschaftswährung Euro kostet derzeit 1,3543 Dollar. dpa

Die Gemeinschaftswährung Euro kostet derzeit 1,3543 Dollar.

FrankfurtDer Euro ist am Montag ins Minus gedreht. Die Gemeinschaftswährung fiel am Nachmittag bis auf ein Tagestief von 1,3543 US-Dollar, nachdem im Handel Gerüchte über eine nahende Einigung im US-Haushaltsstreit die Runde gemacht hatten. Am Vormittag war der Euro noch bis knapp unter die Marke von 1,36 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3572 (Freitag: 1,3593) Dollar fest.

Da zum Wochenauftakt keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda standen, war der haushaltspolitische Poker in den USA das einzige marktbewegende Thema. Experten sind zunehmend in Sorge, dass eine rechtzeitige Erhöhung der Schuldenobergrenze gelingt. Der Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Thomas Straubhaar, warnte vor „dramatischen Folgen“.

Mangels Budget sind zahlreiche Behörden und öffentliche Einrichtungen bereits seit fast einer Woche geschlossen. Darüber hinaus muss bis Mitte Oktober die staatliche Schuldengrenze angehoben werden, weil der weltgrößten Volkswirtschaft ansonsten die Zahlungsunfähigkeit droht.

Am Nachmittag kursierten am Devisenmarkt Gerüchte, nach denen der Weg für die Verabschiedung eines Beschlusses frei sei, mit dem der Schuldendienst sichergestellt würde. Händler betonten jedoch, dass es keine fundierten Quellen gäbe. Stratege Robert Halver von der Baader Bank glaubt, dass an den Märkten mit einer rechtzeitigen Lösung gerechnet werde. Die Zeit drängt: Bleibt eine Lösung bis Mitte Oktober aus, droht den USA die Pleite.

US-Finanzminister Jacob J. Lew wiederholte seine Forderung, die US-Schuldenobergrenze zu erhöhen, um einen Zahlungsausfall zu vermeiden. Hingegen sagte John Boehner, der Sprecher des Repräsentantenhauses, dass die USA in einen Zahlungsausfall schlittern könnten, wenn Präsident Barack Obama nicht verhandeln sollte. Die Regierungsbehörden bleiben den siebten Tag geschlossen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84370 (0,84690) britische Pfund, 131,46 (132,03) japanische Yen und 1,2262 (1,2271) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.323,50 (1.309,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.520,00 (30.620,00) Euro.

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