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19.05.2014

17:04 Uhr

Devisen

Euro erholt sich trotz absehbarer EZB-Lockerung

Nachdem der Euro in der Nacht zum Montag unter der Marke von 1,37 Dollar lag, steigt er momentan. Insgesamt fällt der Devisenhandel gemächlich aus. Im Vergleich zum Yen aber sinken die Kurse von Dollar und Euro.

Die Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik der EZB hatte Anfang Mai den Höhenflug des Euro unterbrochen. dpa

Die Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik der EZB hatte Anfang Mai den Höhenflug des Euro unterbrochen.

FrankfurtDer Euro hat sich am Montag etwas von seinen zum Teil deutlichen Verlusten in der vergangenen Woche erholt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3730 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3715 (Freitag: 1,3696) Dollar festgesetzt. Ein Dollar kostete damit 0,7291 (0,7301) Euro.

Zu Wochenbeginn fiel der Handel am Devisenmarkt gemächlich aus, es fehlten starke Impulse. Hauptthema bleibt die europäische Geldpolitik: EZB-Direktor Yves Mersch bekräftigte während eines Auftritts in München, dass die Notenbank auf eine abermalige geldpolitische Lockerung zusteuert. Die Wahrscheinlichkeit, dass der EZB-Rat auf seiner nächsten Sitzung Anfang Juni handeln werde, sei „erheblich gestiegen“, sagte der Luxemburger.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte bereits vor gut einer Woche klare Hinweise gegeben. Mehrfach nannte er den dämpfenden Einfluss des starken Euro auf die Inflation. Die Teuerung im Euroraum liegt seit über einem Jahr unterhalb des Notenbankziels von knapp zwei Prozent. Unter Ökonomen herrscht deswegen Sorge, dass der Währungsraum in eine konjunkturschädigende Phase mit auf breiter Front sinkenden Verbraucherpreisen fallen könnte.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81460 (0,81480) britische Pfund, 138,79 (138,95) japanische Yen und 1,2228 (1,2210) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1302,00 (1291,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 000,00 (29 830,00) Euro.

Die nachgebenden Renditen amerikanischer und deutscher Staatsanleihen treiben indes die Anleger aus dem Euro und Dollar in den Yen. Die japanische Währung, die Händlern zufolge auch weiterhin von ihrer Funktion als sicherer Anlagehafen profitiert, notierte gegenüber beiden Währungen so hoch wie seit rund drei Monaten nicht mehr. Der Euro gab bis auf 138,68 (Freitag 138,96) Yen nach und notierte damit so niedrig wie zuletzt im Februar dieses Jahre. Die Analysten der Metzler Bank führten die Kursentwicklung auch auf charttechnische Faktoren zurück. Der Dollar rutschte bis auf ein Drei-Monats-Tief von 101,07 (101,49) Yen.


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dpa

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