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13.05.2014

13:02 Uhr

Devisen

Euro fällt auf Fünf-Wochen-Tief

Der ZEW-Index belastet den Euro enorm und lässt die Währung auf den Fünf-Wochen-Tief fallen. Grund dafür ist erneut die ungelöste Situation in der Ostukraine. Nichtsdestotrotz sollen keine Konjunkturzweifel entstehen.

Der Euro: Die europäische Gemeinschaftswährung bewegt sich nicht. dpa

Der Euro: Die europäische Gemeinschaftswährung bewegt sich nicht.

Frankfurt/MainDer mit Enttäuschung aufgenommene ZEW-Index hat den Euro am Dienstag belastet. Die Gemeinschaftswährung fiel in der Spitze auf ein Fünf-Wochen-Tief von 1,3739 Dollar nach zuvor 1,3764 Dollar. Auch der Dax bröckelte leicht ab und notierte nur noch 0,5 Prozent fester nach zuvor 0,7 Prozent. Das Barometer für die Konjunkturerwartungen sank im Mai auf 33,1 Punkte von 43,2 Zählern – von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 41,0 Zählern gerechnet. Der Rückgang des ZEW-Index sei aufgrund der nach wie vor ungelösten Situation in der Ostukraine nicht überraschend, schrieb Helaba-Analyst Johannes Jander in einem Kommentar. Konjunkturzweifel sollten nach Einschätzung des Experten nicht aufkommen: Die Lagebeurteilung sei erneut leicht gestiegen und das Index-Niveau insgesamt weiter hoch.

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.

Der Eurokurs hatte sich im frühen Handel zunächst kaum bewegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3760 Dollar gehandelt und kostete damit ungefähr so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,3765 (Freitag: 1,3781) Dollar festgesetzt. Impulse könnten von Konjunkturdaten kommen. Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten Finanzmarktexperten dürften angesichts der Krise der Ukraine die Konjunkturaussichten für Deutschland skeptischer als zuletzt bewerten. Dies könnte den Euro belasten. In den USA werden Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen erwartet.

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