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13.12.2013

16:56 Uhr

Devisen

Euro fällt mit Aussicht auf weniger US-Billiggeld

Die lockere Geldpolitik von Ministerpräsident Abe zeigt Wirkung bei der japanischen Währung – der Yen markierte ein Fünfjahrestief. Der Euro ist mit der Aussicht auf ein Abebben der Geldflut in den USA etwas gesunken.

Euro-Münze aus Lettland: Die europäische Währung hat gegenüber dem Dollar leicht nachgegeben. dpa

Euro-Münze aus Lettland: Die europäische Währung hat gegenüber dem Dollar leicht nachgegeben.

FrankfurtDer Kurs des Euro ist am Freitag mit der Aussicht auf ein Abebben der Geldflut in den USA gesunken. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3733 US-Dollar und damit etwas schwächer als am Vorabend gehandelt. Sein Tagestief hatte der Euro am Mittag bei 1,3709 Dollar markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3727 (Donnerstag: 1,3775) Dollar fest.

Für das Jahr liegt der Euro damit 8,7 Prozent im Plus, wie Bloomberg Correlation-Weighted Indexes zeigen. Der Dollar kommt auf ein Plus von 3,9 Prozent, während der japanische Yen 14,3 Prozent verloren hat und damit das Schlusslicht unter den Index- Devisen bildet.

Der Schweizer Franken war gegenüber dem Euro kaum verändert bei 1,2225 je Euro. Zum Dollar gab die eidgenössische Währung 0,1 Prozent ab auf 89,02 Rappen je Dollar.

Der japanische Yen markierte ein Fünfjahrestief zum Dollar. In Relation zum Euro erholte sich der Yen von einem Fünfjahrestief und wurde zuletzt fester gehandelt. Gegenüber dem Dollar notierte die japanische Währung 0,2 Prozent leichter bei 103,16 je Dollar, zum Euro war sie 0,4 Prozent höher bei 141,66 je Euro.

Wichtige Konjunkturdaten standen vor dem Wochenende nicht an, so dass die Geldpolitik das bewegende Thema am Devisenmarkt war. Nach der Einigung auf ein Haushaltsbudget in den USA ist die Wahrscheinlichkeit deutlich gestiegen, dass die Notenbank Fed rasch weniger Geld zum Ankurbeln der Wirtschaft druckt. Nimmt die Dollarschwemme nicht weiter zu, stärkt dies den Wert der US-Währung.

„Wir sehen eine fast 50-prozentige Chance für ein Tapering in diesem Monat“, sagt Ökonom Robert Wood von der Berenberg Bank. Als „Tapering“ wird im Finanzjargon die Drosselung des ultrabilligen Geldes bezeichnet, mit dem die Fed die US-Konjunktur anschiebt. Die Währungshüter tagen in der nächsten Woche und könnten bereits am Mittwoch erste Abstriche an ihrer extrem lockeren Geldpolitik machen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8437 (0,8397) britische Pfund, 141,93 (141,51) japanische Yen und 1,2226 (1,2211) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1232,00 (Vortag: 1225,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 28 190,00 (28 550,00) Euro.


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