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25.09.2014

18:11 Uhr

Devisen

Euro fällt unter 1,28 Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung Euro ist am Donnerstagmorgen wieder auf Talfahrt und notierte zeitweise bei 1,2697 Dollar, dem tiefsten Stand seit fast 15 Monaten. Grund sind auch Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi.

Der Euro notierte am Donnerstag zeitweise bei 1,2761 Dollar. dpa

Der Euro notierte am Donnerstag zeitweise bei 1,2761 Dollar.

FrankfurtDer Sinkflug des Euro setzt sich fort. Am Donnerstag fiel die Gemeinschaftswährung erstmals seit November 2012 unter die Marke von 1,27 US-Dollar. Auf dem Tiefpunkt kostete sie 1,2697 Dollar, bevor sie sich bis zum späten Nachmittag auf 1,2740 Dollar erholen konnte. Händler sprachen von einer breiten Dollar-Stärke. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2712 (Mittwoch: 1,2826) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7863 (0,7796) Euro.

Analysten begründeten die neuerlichen Euro-Verluste mit Bemerkungen von EZB-Chef Mario Draghi. Der Italiener hatte in der litauischen Hauptstadt Vilnius die Bereitschaft der Notenbank bekräftigt, den Kampf gegen Wachstumsschwäche und Niedriginflation notfalls zu verstärken. Die bereits sehr lockere Geldpolitik der EZB lastet seit Wochen auf dem Euro, weil Niedrigzinsen und Geldschwemme eine Währung in den Augen von Anlegern wenig attraktiv erscheinen lassen.

Die Euro-Schwäche ist aber nicht nur hausgemacht, denn der amerikanische Dollar befindet sich seit Wochen im Steigflug. Wichtigster Grund: die Geldpolitik der US-Notenbank. Die Federal Reserve wird ihre Konjunkturhilfen in Form von milliardenschweren Wertpapierkäufen voraussichtlich im Oktober komplett einstellen.

Währungsbilanz 2014 - Euro verliert an Boden

Ukrainische Hrywnja

Euro/Hrywnja (lfd. Jahr): + 39,7 Prozent

Stand: 22.07.2014, Quelle; VWD

Argentinischer Peso

Euro/Argentinischer Peso (lfd. Jahr): + 23,2 Prozent

Russischer Rubel

Euro/Rubel (lfd. Jahr): + 5,3 Prozent

Chinesischer Yuan

Euro/Yuan (lfd. Jahr): + 0,9 Prozent

Polnischer Zloty

Euro/Zloty (lfd. Jahr): - 0,2 Prozent

Südafrikanischer Rand

Euro/Rand (lfd. Jahr): - 0,1 Prozent

Schweizer Franken

Euro/Franken (lfd. Jahr): - 0,5 Prozent

Kanadischer Dollar

Euro/Kan-Dollar (lfd. Jahr): - 0,7 Prozent

US-Dollar

Euro/Dollar (lfd. Jahr): - 1,7 Prozent

Mexikanischer Peso

Euro/Peso (lfd. Jahr): - 2,1 Prozent

Türkische Lira

Euro/Lira (lfd. Jahr): - 2,5 Prozent

Indische Rupie

Euro/Rupie (lfd. Jahr): - 4,1 Prozent

Britisches Pfund

Euro/Pfund (lfd. Jahr): - 4,8 Prozent

Japanischer Yen

Euro/Yen (lfd. Jahr): - 5,4 Prozent

Brasilianischer Real

Euro/Real (lfd. Jahr): - 7,5 Prozent

Australischer Dollar

Euro/Aus-Dollar (lfd. Jahr): - 7,6 Prozent

Im Laufe des nächsten Jahres erwarten Experten dann eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise. In Erwartung höherer Zinsen, die Anlagen in den USA lukrativer machen, setzen Investoren bereits jetzt auf den Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,78040 (0,78230) britische Pfund, 138,88 (139,50) japanische Yen und 1,2076 (1,2077) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1213,75 (1217,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 050,00 (30 130,00) Euro.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Dieter Koch

25.09.2014, 08:59 Uhr

Früher konnte man stolz darauf sein, aus einem wirtschaftlich starken Land mit einer stabilen, starken Währung zu kommen. Heute haben wir eine Weichwährung wie eine Bananenrepublik. Leider ist keine Änderung in Sicht.

Herr UWE Keil

25.09.2014, 09:04 Uhr

Und die Menschen schauen dem perfiden Spiel weiter zu....
Mit den ! nächsten großen False Flag Attentaten wird der Euro schön abtauchen - der Dollar auch.
Aber was kümmert es die Menschen..... Brot und Spiele bis zum Untergang....

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