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14.07.2011

17:17 Uhr

Devisen

Euro fällt wieder unter 1,42 US-Dollar

Gemeinsam mit dem Euro erlebten Anleger am Devisenmarkt ein Auf und Ab. Schuld war Moody's Warnschuss an die USA, die Aussicht auf ein neues US-Konjunkturprogramm und europäische Schuldenkrise.

Der Euro ging auf eine Berg- und Talfahrt. Die Aussicht auf neues US-Konjunkturprogramm stützte den Euro.   Quelle: dpa

Der Euro ging auf eine Berg- und Talfahrt. Die Aussicht auf neues US-Konjunkturprogramm stützte den Euro.

 

FrankfurtGedämpfte Hoffnungen auf ein neues Konjunkturprogramm der US-Notenbank Fed haben dem Euro am Donnerstag zugesetzt. Die Gemeinschaftswährung gab ihre Gewinne ab und notierte bei 1,4164 Dollar. US-

Notenbankchef Ben Bernanke sagte vor dem Kongress, die Notenbank sei derzeit nicht bereit, die Geldpolitik ein weiteres Mal zu lockern, da die Inflation seit Ende 2010 zugenommen habe.

Hoffnungen darauf, dass die Fed ihre Geldschleusen ein drittes Mal seit der Finanzkrise öffnet, hatten zuletzt dem Dollar zugesetzt und den Euro gestützt.

Moody's Warnschuss an die Adresse der USA, die Aussicht auf ein neues Konjunkturprogramm der Fed und die noch längst nicht ausgestandene europäische Schuldenkrise - Anleger am Devisenmarkt wussten am Donnerstag nicht, wo ihnen der Kopf stand. Entsprechend ging der Euro im Tagesverlauf auf eine Berg- und Talfahrt. Er hangelte sich von einem Tagestief von 1,4158 Dollar bis zu einem Tageshoch von 1,4281 Dollar. Am Nachmittag ging es dann wieder abwärts.

Auftrieb erhielt der Euro von der Bereitschaft der US-Notenbank Fed, erneut die Notenpresse anzuwerfen, sollte die Flaute in der US-Wirtschaft anhalten. „Die Fed muss in Bezug auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik alle Optionen auf dem Tisch lassen“, erklärte Notenbankchef Ben Bernanke am Mittwoch vor einem Kongress-Ausschuss. Die Aussicht auf eine weitere Dollar-Schwemme setze dem Greenback zu, sagte ein Händler. Ein Übriges tat die Drohung der Ratingagentur Moody's, den USA wegen des Streits über eine höhere Schuldengrenze die Bonitäts-Bestnote „Aaa“ zu entziehen. Präsident Barack Obama braucht die Zustimmung des Kongresses, um die Verschuldungsgrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar anzuheben. Falls die Gespräche scheitern, sind die USA voraussichtlich ab dem 2. August zahlungsunfähig. Dies würde eine große Krise heraufbeschwören und das Finanzsystem in extreme Unordnung versetzen, warnten die Analysten der Metzler Bank.

Aber auch in der Eurozone sind die Probleme am Donnerstag nicht geringer geworden: Die Ratingagentur Fitch stufte Griechenland kräftig auf „CCC“ herunter und signalisierte damit ein beträchtliches Risiko für einen Zahlungsausfall. Die Risikoaufschläge für zehnjährige griechische Anleihen stiegen deutlich: Während die griechischen Papiere bei 17,2 Prozent rentierten, lag der Zins der deutschen Bundesanleihe bei 2,6 Prozent.

Kommentare (1)

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txxx666

14.07.2011, 17:13 Uhr

Ich glaube, ich gründe demnächst selber so eine Rating-Agentur und mache damit große Weltwirtschaftspolitik.
http://misanthrope.blogger.de/stories/1853340/

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