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23.03.2017

19:09 Uhr

Devisen

Euro gibt etwas nach

Die gedämpfte Konsumlaune der Deutschen kann den Euro nicht nennenswert schwächen. Die Währung gleicht anfängliche Verluste im asiatischen Handel zunächst aus, liegt dann aber wieder knapp unter 1,08 US-Dollar.

Die Gemeinschaftswährung hat sich neben dem US-Dollar zur Weltreservewährung entwickelt. dpa

Euro

Die Gemeinschaftswährung hat sich neben dem US-Dollar zur Weltreservewährung entwickelt.

FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag leicht nachgegeben. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0780 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Nicht nur zwischen Euro und Dollar, auch insgesamt hielten sich die Kursbewegungen am Devisenmarkt in Grenzen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0786 (Mittwoch: 1,0807) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9271 (0,9253) Euro.

Starke Impulse durch wichtige Konjunkturdaten gab es am Donnerstag nicht. Gedämpft wurde der Handel zudem durch große Spannung vor einer in den USA anstehenden Parlamentsabstimmung. Das Repräsentantenhaus soll über gesundheitspolitische Pläne der neuen US-Regierung unter Donald Trump abstimmen. Ob sich in Trumps republikanischer Partei eine Mehrheit findet, war bis zuletzt ungewiss. Konservativen Republikanern geht die Reform, mit der Teile von Obamacare abgeschafft werden sollen, nicht weit genug. Moderatere Kräfte werten die Einschnitte teils als zu drastisch.

Devisen: Euro gibt leicht nach

Devisen

Euro gibt leicht nach

Ein Drittel der deutlichen Gewinne sind am Mittwoch wieder weg. Die Gemeinschaftswährung rutscht unter die Marke von 1,08 Dollar. Ein hoher EZB-Notenbanker stimmt auf ein Festhalten an der lockeren Geldpolitik ein.

An den Finanzmärkten gilt die Abstimmung als Lackmustest für den Reformspielraum der neuen Regierung. Argumentiert wird, sollte die Regierung schon bei der Rücknahme von Obamacare - einer Herzensangelegenheit vieler Republikaner - keine Mehrheit erhalten, drohten andere Initiativen erst recht zu scheitern. Für die Börsen spielen die von Trump versprochenen Steuersenkungen und Ausgabensteigerungen eine große Rolle. Die Hoffnung darauf hatte den Börsenhöhenflug seit Trumps Wahl im November mitbewirkt. Gleiches gilt für den starken Dollar, der zuletzt aber unter Druck stand.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86273 (0,86790) britische Pfund, 119,36 (120,07) japanische Yen und 1,0700 (1,0714) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1247,50 (1249,05) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 516,00 (37 292,00) Euro.

Von

dpa

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