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11.03.2016

13:25 Uhr

Devisen

Euro gibt nach Vortagesgewinnen leicht nach

Die EZB hat ein umfassendes Paket geldpolitischer Lockerungen vorgelegt. Zunächst reagierte die Gemeinschaftswährung mit starken Verlusten. Doch dann drehte die Stimmung am Devisenmarkt.

Die Gemeinschaftswährung hat am Freitag geringfügig nachgegeben. dpa

Euromünze

Die Gemeinschaftswährung hat am Freitag geringfügig nachgegeben.

FrankfurtNach Kursgewinnen im Anschluss an die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Vortag hat der Euro am Freitag geringfügig nachgegeben. Zuletzt lag die Gemeinschaftswährung bei 1,1157 US-Dollar. Am Vortag war sie in der Spitze bis auf 1,1218 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,0857 (Mittwoch: 1,0973) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9211 (0,9113) Euro.

Die EZB hatte am Donnerstag ein umfassendes Paket geldpolitischer Lockerungen vorgelegt. Sie senkte alle drei wichtigen Leitzinsen, erhöhte das Volumen der monatlichen Wertpapierkäufe und legt neue Langfristkredite für Banken auf.

Zunächst reagierte der Euro mit starken Verlusten. Als Notenbankpräsident Mario Draghi dann aber klar stellte, dass vorerst nicht mit weiteren Zinssenkungen zu rechnet ist, drehte die Stimmung am Devisenmarkt. Der Eurokurs schoss weit über das Ausgangsniveau hinaus. Am Freitag gab er nur geringfügig nach. „Für die Finanzmärkte hat die EZB nur mit Platzpatronen geschossen“, kommentiert Lutz Karpowitz, Experte bei der Commerzbank.

Schlechte Nachrichten für die Notenbanker gab es am Freitagmorgen: Die Inflationsrate in Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, ist im Februar auf null gesunken. Das von der EZB angepeilte Inflationsziel von zwei Prozent scheint nicht in Sicht.

Von

dpa

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