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06.06.2013

09:18 Uhr

Devisen

Euro hält sich vor EZB-Entscheid stabil

Gestützt von der Erwartung, dass die EZB am Nachmittag ihre Geldpolitik weiterverfolgen wird, notiert der Euro stabil über der Marke von 1,31 Dollar. Auch im Asien-Handel kann sich die Gemeinschaftswährung behaupten.

Eine Zwei-Euro-Münze: Die Gemeinschaftswährung konnte sich im Asien-Handel behaupten. dpa

Eine Zwei-Euro-Münze: Die Gemeinschaftswährung konnte sich im Asien-Handel behaupten.

Frankfurt/SydneyVor neuen Aussagen zur weiteren Geldpolitik der EZB hat sich der Euro am Donnerstagmorgen über der Marke von 1,31 Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung stieg bis auf 1,3127 Dollar und war damit so teuer wie seit Anfang Mai nicht mehr.

Händlern zufolge stützte unter anderem die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank bei ihrem am Nachmittag erwarteten Zinsentscheid stillhalten wird. Weiterer Grund für die erhöhte Nachfrage nach der Gemeinschaftswährung waren zuletzt als schwach interpretierte Daten vom US-Arbeitsmarkt. Dadurch sei die Erwartung einer absehbaren Straffung der Fed-Geldpolitik gedämpft worden, was den Dollar belastete.

Die Pressekonferenz der EZB dürfte vor allem mit Blick auf die neuen Projektionen für Wachstum und Inflation interessant werden. Daneben werden Investoren genau darauf achten, ob sich Notenbank-Chef Mario Draghi zur Thematik eines negativen Einlagezinses äußert. Auch die Frage, wie die EZB der Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen auf die Sprünge helfen könnte, steht weiter im Raum.

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.

Das Geschäft am Rentenmarkt startete ruhig. Der Bund-Future notierte nahezu unverändert bei 143,78 Zählern.

Im fernöstlichen Handel präsentierte sich der Euro zuvor stabil zum Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,3104 Dollar nach 1,3093 Dollar im späten US-Handel am Mittwoch. Zur japanischen Währung legte der Dollar leicht zu auf 99,04 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9431 Franken je Dollar und bei etwa 1,2345 Franken je Euro.

Von

rtr

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