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06.10.2011

17:06 Uhr

Devisen

Euro klettert über 1,34 Dollar

Die EZB hat die Zinsen unverändert gelassen. Zunächst gab der Euro gegenüber dem Dollar deutlich nach. Jetzt geht es allerdings in die andere Richtung.

Ob der Euro stabil bleibt, hängt an der EZB. dpa

Ob der Euro stabil bleibt, hängt an der EZB.

DüsseldorfDer Euro hat nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank kurzzeitig nachgegeben. Bis zum späten Nachmittag holte die Gemeinschaftswährung ihre Verluste aber wieder auf und stieg über 1,34 Dollar - auf den höchsten Stand seit vergangenen Freitag.

Die EZB kündigte am Donnerstag an, ein 40 Milliarden Euro schweres Ankaufprogramm für Pfandbriefe und andere gedeckte Anleihen (Covered Bonds) aufzulegen. Zudem können die Banken sich über neue langfristige Kreditlinien bei der EZB mit Liquidität versorgen, da es zuletzt am Geldmarkt hakte. Den Leitzins beließ sie bei 1,5 Prozent.

Händler erklärten das heftige Auf und Ab an den Devisenmärkten mit der zunächst gestiegenen Unsicherheit aufgrund des neuen Ankaufprogramms der Bank of England, was neben dem Pfund auch den Euro geschwächt habe. Die EZB habe den Euro-Kurs jedoch mit der Ankündigung effizienter Stabilisierungsinstrumente schnell wieder beflügelt.

Deutliche Kursverluste gegenüber dem Dollar musste das britische Pfund hinnehmen. Die Währung Großbritanniens stürzte auf ein 14-Monats-Tief bei 1,5270 Dollar, nachdem die Bank of England neue milliardenschwere Konjunkturspritzen angekündigt hatte. Die Notenbank will ab 10. Oktober ihre Staatsanleihenkäufe um 75 Milliarden Pfund ausweiten. 2009 und 2010 hatte Zentralbankgouverneur Mervyn King bereits für 200 Milliarden Pfund Staatsanleihen gekauft und der Wirtschaft damit aus der Rezession herausgeholfen. Ihren Leitzins beließen die Notenbanker auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,5 Prozent.

Kommentare (1)

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06.10.2011, 08:28 Uhr

Die Spekulanten werden wohl enttaeuscht werden. Es gibt keine Zinssenkung. Warum auch - die Industrie laeuft immer noch und das bis 2012 unter Volldampf, die Inflation ist am oberen Ende angekommen. Spekulanten werden leider nicht bedient!Ueber dem Teich sieht das wohl anders aus.

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