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10.05.2011

17:09 Uhr

Devisen

Euro lässt sich von Griechenland nicht beeindrucken

Trotz einem nervösen Umfeld konnte sich der Euro über der Marke von 1,43 halten. Die Meldungen um Griechenland, die die Währung gestern noch nach unten drückten, schienen heute weniger zu beeindrucken.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Kurs gegen Mittag auf 1,4358 Dollar festgelegt. Quelle: dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Kurs gegen Mittag auf 1,4358 Dollar festgelegt.

Frankfurt Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,4360 Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Im Vormittagshandel war der Euro zunächst auf 1,4267 Dollar abgerutscht, konnte sich im Handelsverlauf aber erholen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,4358 (Montag: 1,4397) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,6965 (0,6946) Euro.

„Der Handel war auch heute sehr nervös, vor allem wegen der wieder hochgekochten Schuldenkrise“, sagte Devisenexperte Klaus Gölitz vom Hamburger Bankhaus M.M. Warburg. Im Vormittagshandel wurde der Euro zunächst durch Meldungen belastet, wonach das hochverschuldete Griechenland im Juni neue Hilfen von 60 Milliarden Euro erhalten soll. Die griechische Regierung dementierte die Berichte umgehend.

EU-Währungskommissar Oli Rehn sagte, es sei derzeit zu früh, über die Refinanzierung Griechenlands im kommenden Jahr zu sprechen. Bislang ist geplant, dass sich Europas größter Schuldensünder 2012 wieder selbstständig am Kapitalmarkt refinanzieren soll. Angesichts rekordhoher Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen gilt dies unter Experten als kaum vorstellbar.

Ende vergangener Woche war der Euro stark unter Druck geraten. An nur zwei Handelstagen verlor die Gemeinschaftswährung sechs Cent an Wert. Grund war aber nicht nur das erneute Aufflammen der Griechenland-Krise, sondern auch die Geldpolitik. So hatte die EZB ihre nächste Zinserhöhung nicht wie von einigen Marktteilnehmern erwartet für Juni angekündigt. „Die starken Verluste des Euro seit vergangenem Donnerstag sind aber auch als Korrektur zu sehen, weil er zuvor sehr heiß gelaufen war“, sagte Gölitz. Bis zu diesem Tag hatte der Euro seit Jahresbeginn um fast 20 Cent auf gut 1,49 Dollar zugelegt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87790 (0,87925) britische Pfund, 115,72 (116,28) japanische Yen und 1,2602 (1,2617) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1513,50 (1502,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete unverändert 33.060,00 Euro.

Von

dpa

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