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13.05.2011

17:16 Uhr

Die Finanzlage in Europa bleibt unübersichtlich. Quelle: dpa

Die Finanzlage in Europa bleibt unübersichtlich.

Starke Wachstumszahlen aus Deutschland und Frankreich haben den Euro am Freitag deutlich beflügelt. In der Spitze stieg die Gemeinschaftswährung nach einer Talfahrt an den Vortagen auf 1,4339 US-Dollar. Das waren knapp eineinhalb Cent mehr als im frühen Handel. Nach Gewinnmitnahmen fiel der Euro bis zum späten Nachmittag aber wieder auf 1,4230 Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,4280 (Donnerstag: 1,4153) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7003 (0,7066) Euro.

Händler führten den kräftigen Kurssprung am Vormittag auf sehr robuste Wachstumszahlen insbesondere aus Deutschland und Frankreich zurück. So ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal so stark wie selten
zuvor gewachsen. Die zweitgrößte Euro-Wirtschaft Frankreich wuchs nur etwas schwächer. Zudem konnten Wachstumszahlen aus finanzschwachen Euro-Ländern wie Griechenland überzeugen. Für Deutschland hoben
viele Ökonomen ihre Wachstumsprognosen nach den Zahlen deutlich an. Nach einem Rekordwachstum von 3,7 Prozent im vergangenen Jahr scheint 2011 ein Zuwachs von rund drei Prozent erreichbar. „Es bleibt abzuwarten, ob es sich bei den Euro-Gewinnen nur um ein Zwischenhoch handelt“, sagte Devisenexperte Thomas Amend von HSBC Trinkhaus. Für die weitere Entwicklung des Euro sei vor allem entscheidend, welche konkreten Lösungsansätze zur Griechenlandkrise gefunden werden. Anfang kommender Woche treffen sich die Euro- Finanzminister in Brüssel. Thema wird auch der zusätzliche Finanzbedarfs Griechenlands sein.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87795 (0,87015) britische Pfund, 115,32 (114,54) japanische Yen und 1,2667 (1,2584) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine
Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1505,75 (1489,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33 440,00 (33 230,00) Euro.

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