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22.11.2011

10:10 Uhr

Devisen

Euro-Querelen beleben den Dollar

Die Euro-Schuldenkrise treibt immer mehr Investoren in Dollar-Anlagen. Die hohe Nachfrage wird aus Analysten-Sicht bis Jahresende anhalten. Die Renditen für italienische und spanische Staatsanleihen stiegen erneut.

Der US-Dollar kann gegenüber dem Euro zunehmend auftrumpfen. Reuters

Der US-Dollar kann gegenüber dem Euro zunehmend auftrumpfen.

FrankfurtWegen der anhaltenden Verunsicherung rund um die Schuldenkrise sind am Dienstag weitere Anleger in den Dollar geflüchtet. Der Dollar-Index notierte bei 78,441 Punkten und hielt sich damit in Reichweite seines in der Nacht markierten Sechs-Wochen-Hochs. „Es gibt keinerlei Fortschritte in der Euro-Zone“, sagte Koji Fukaya, Chef-Devisenstratege der Credit Suisse. An der hohen Dollar-Nachfrage werde sich mindestens bis Jahresende nichts ändern. Ein Devisenhändler betonte: „Alles erinnert an die Tage nach dem Kollaps von Lehman Brothers.“

Für Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann ist der Ausgang des Tauziehens in Europa entscheidend für die weiteren Aussichten. „Wird die EZB einknicken und mit unlimitierten Interventionen die Märkte für italienische und spanische Staatsanleihen stützen, oder wird sie sich „bockig zeigen und so die Politik zwingen, doch noch Euroraum-Anleihen zu begeben. Wahrscheinlich muss sich die Situation am spanischen und italienischen Staatsanleihen-Markt weiter zuspitzen, bis eine Lösung möglich wird“, sagte er. Die Renditen der zehnjährigen spanischen Titel zogen wenige Stunden vor der drei Milliarden Euro schweren Emission drei- und sechsmonatiger Papiere leicht auf 6,611 Prozent an. Die Renditen der italienischen Bonds stiegen auf 6,753 Prozent. Der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, gab 24 Ticks auf 136,90 Punkte nach.

Von

rtr

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