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28.07.2011

18:01 Uhr

Devisen

Euro rutscht nach Italien-Auktion ab

Der Euro konnte sich heute nicht gegen den Dollar behaupten. Italien muss sich deutlich teurer als erwartet refinanzieren. Nicht das Problem der Gemeinschaftswährung.

Eine griechische Ein-Euro-Münze. Quelle: dapd

Eine griechische Ein-Euro-Münze.

FrankfurtNach einer Auktion von italienischen Staatsanleihen zu deutlich gestiegenen Kosten ist der Euro am Donnerstag unter die Marke von 1,43 Dollar gefallen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,4286 US-Dollar. Damit weitete der Euro seine Verluste vom Vorabend aus.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,4260 (Mittwoch: 1,4446) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7013 (0,6922) Euro.  Nach Bekanntgabe der Details zur Italien-Auktion war der Euro von seinem Tageshoch bei 1,4400 Dollar um mehr als einen Cent abgerutscht. Sein Tagestief erreichte er am frühen Nachmittag bei 1,4254 Dollar.

Italien gelang die Refinanzierung nur zu wesentlich höheren Kosten. Wie die italienische Notenbank mitteilte, kletterte die Rendite von Papieren mit einer Laufzeit von zehn Jahren von 4,94 Prozent im Juni auf nun 5,77 Prozent. Zudem nahm Italien 3,5 Milliarden Euro mit dreijährigen Anleihen auf. Hier stieg die Rendite von 3,68 Prozent auf 4,8 Prozent.

 „Abgesehen von der Auktion in Italien bleibt das beherrschende Thema am Devisenmarkt aber immer noch die US-Schuldenkrise“, sagte Thomas Amend von der Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus. „Der Markt schaut genau darauf, ob es in den USA zu einem Kompromiss zwischen Demokraten und Republikanern im Streit um die Anhebung der Schuldengrenze kommt“, so der Devisenexperte. Bleibe eine Einigung aus, werde dies den Dollar sicher noch einmal stark belasten und dem Euro umgekehrt Auftrieb geben.

Insgesamt sei der Euro noch immer erstaunlich stabil, angesichts der Schuldenprobleme in Europa, so Amend weiter. Dass dies so ist, hänge auch damit zusammen, dass das Vertrauen in den US-Dollar in den vergangenen Monaten deutlich abgenommen habe.  

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87390 (0,88310) britische Pfund, 110,86 (112,46) japanische Yen und 1,1437 (1,1586) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.613,50 (1625,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35 630,00 (35 380,00 Euro.

Von

dpa

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