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10.11.2015

15:50 Uhr

Devisen

Euro rutscht unter 1,07 Dollar

Spekulationen über eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik schwächen den Euro. Am Nachmittag rutscht die Währung unter 1,07 Dollar. Experten halten sogar einen Kurs unter 1,06 Dollar für möglich.

Die Geldpolitik in den USA und Europa driftet allmählich auseinander. AFP

Euro

Die Geldpolitik in den USA und Europa driftet allmählich auseinander.

FrankfurtDer Euro ist an den Devisenmärkten im Verlauf des Dienstag deutlicher unter Druck geraten. Am Nachmittag verlor die Gemeinschaftswährung gegenüber den 16 weltweit meistgehandelten Devisen. Auf dem Euro lastete die zunehmende Erwartung, einer weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die EZB im Dezember.

Am Nachmittag gab der Euro zum Dollar bis auf 1,0682 ab und notierte um 15.10 Uhr (MEZ) bei 1,0699 Dollar je Euro 0,5 Prozent im Minus. Auch Pfund, Won, Kanada-Dollar und Taiwan- Dollar legten um jeweils rund 0,5 Prozent zum Euro zu.

Sollte die technische Unterstützung bei 1,0660/66 vom Tief am 21./23. April nicht Bestand haben, sei ein Abrutschen des Euros zum Dollar bis auf das Tief vom 13. April bei 1,0521 möglich, sagte ein Händler in London.

Am Dienstag dürften Zahlen zur Industrieproduktion aus den großen Euroländern Frankreich und Italien Beachtung finden. Nach einer enttäuschenden Entwicklung in Deutschland sollten die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden, heißt es in einem Kommentar der Helaba. In den USA stehen Daten zu den Preisen importierter Güter an. Hinweise auf eine merklich anziehende Inflation, nach denen die US-Notenbank bislang vergeblich Ausschau hält, dürften wegen des Ölpreisverfalls weiter ausbleiben.

Nach Meinung der Commerzbank will die EZB auf jeden Fall den Euro schwächen. Und um einen Abwertungstrend zu erzeugen, müssen die Notenbanker schon die großen Geschütze auffahren und damit signalisieren, dass sie zu allem bereit ist, um ihr Inflationsziel zu erreichen. Es spricht daher einiges dafür, dass sich die EZB im Dezember nicht für eine isolierte Zinssenkung entscheiden wird, meinen die Commerzbanker.

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