Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.11.2015

10:00 Uhr

Devisen

Euro sackt nach schwachen Industriezahlen ab

Die deutsche Industrie hat im September weniger Aufträge erhalten – den dritten Monat in Folge. Die schwächelnde Konjunktur von Europas größter Volkswirtschaft setzt auch dem Euro zu. Er fällt.

Die Gemeinschaftswährung reagiert allergisch auf Kojunkturschwäche. dpa

Euro

Die Gemeinschaftswährung reagiert allergisch auf Kojunkturschwäche.

FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag nach schwachen Daten zur deutschen Industrie seinen Abwärtskurs vom Vortag fortgesetzt. Am Morgen erreichte die Gemeinschaftswährung ihr Tagestief bei 1,0854 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,0935 (Dienstag: 1,0976) Dollar festgelegt.

Trübe Signale von der deutschen Wirtschaft drückten am Donnerstag auf den Euro. Die Industrieunternehmen erhielten den dritten Monat in Folge deutlich weniger Neuaufträge. Das Minus lag im September bei 1,7 Prozent. Experten hatten mit einem Anstieg um einen Prozent gerechnet. Bereits am Vortag hatten Konjunkturdaten den Euro gegenüber dem Dollar geschwächt. Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor hatte sich aufgehellt und Daten vom US-Arbeitsmarkt waren positiv ausgefallen.

Der Auftrieb des Dollar war am Mittwoch noch gestärkt worden, nachdem die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, die Erwartungen einer Zinswende noch in diesem Jahr bestärkt hatte. „Rechtzeitig zu handeln, ist deswegen eine kluge Sache, weil man dann vorsichtiger und abgestufter handeln kann“, hatte Yellen vor Vertretern des US-Repräsentantenhauses gesagt. Für weitere Bewegung am Devisenmarkt könnte zudem die Zinsentscheidung sowie der Inflationsbericht der britischen Notenbank sorgen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×