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30.08.2011

17:25 Uhr

Devisen

Euro schwächelt nach starkem Auftakt

Der Euro verliert zwischenzeitlich mehr als ein Cent. Auslöser für den Kursrutsch war vor allem die enttäuschende Nachfrage nach neuen italienischen Anleihen. Doch es gab noch weitere Gründe.

Eine Euro-Münze: Die Gemeinschaftswährung hat am Dienstag zwischenzeitlich ein Cent verloren. dpa

Eine Euro-Münze: Die Gemeinschaftswährung hat am Dienstag zwischenzeitlich ein Cent verloren.

FrankfurtDer Kurs des Euro ist am Dienstag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus der Eurozone deutlich zurückgefallen. Zeitweise rutschte er unter die Marke von 1,44 Dollar. Im Nachmittagshandel erholte sich die Gemeinschaftswährung aber wieder etwas und kletterte auf 1,4431 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4402 (Montag: 1,4487) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6944 (0,6903) Euro.

Nach einem freundlichen Auftakt mit einem Tageshoch bei 1,4533 Dollar am frühen Morgen war die Gemeinschaftswährung am Vormittag zunächst immer stärker abgerutscht. Unter anderem hätten überraschend schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone den Euro unter Verkaufsdruck gesetzt, sagte Devisenexpertin Jana Meier von HSBC Trinkaus. Im August trübte sich die Stimmung in den Unternehmen laut einer Umfrage der EU-Kommission viel stärker ein als erwartet.

Angesichts des starken Rückgangs nimmt die Verunsicherung im Euroraum laut Commerzbank merklich zu. Die Daten „bestätigen den konjunkturellen Abschwung im Euroraum“. Auch eine von Experten als vergleichsweise erfolgreich eingestufte Auktion von Staatsanleihen in Italien hatte die Kursverluste beim Euro im Vormittagshandel nicht gebremst. Erst seit dem frühen Nachmittag konnte die Gemeinschaftswährung die Verluste teilweise wettmachen.

Dabei gab es laut Expertin Meier Unterstützung von Konjunkturdaten aus den USA. Mit dem Verbrauchervertrauen des private Forschungsinstitut Conference Board brach erneut ein wichtiger Stimmungsindikator regelrecht ein. Die unerwartet schwachen Daten hätten den Dollar belastet und dem Euro etwas Auftrieb verliehen, sagte Meier.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88365 (0,88460) britische Pfund, 110,55 (111,05) japanische Yen und 1,1835 (1,1824) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1825,00 (Freitag: 1788,00) Dollar gefixt. Am Montag war der Preis in London aufgrund eines Feiertags nicht festgesetzt worden. Ein Kilogramm Gold kostete 40 110,00 (39 630,00) Euro.

Von

rtr

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