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02.04.2012

18:00 Uhr

Devisen

Euro schwächelt zu Wochenbeginn

Eine Stimmungseintrübung europäischer Einkaufsmanager brachte den Euro unter Druck. Zwischenzeitlich rutschte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3278 US-Dollar ab und büßte etwa einen Cent gegenüber ihrem Tageshoch ein.

Eine Euromünze in Nahaufnahme. dpa

Eine Euromünze in Nahaufnahme.

FrankfurtDer Euro hat zum Wochenauftakt einen unerwarteten Schwächeanfall erlitten. Eine Stimmungseintrübung europäischer Einkaufsmanager brachte die Gemeinschaftswährung am Montagvormittag unter Druck, technische Faktoren besorgten laut Experten den Rest. Zwischenzeitlich rutschte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3278 US-Dollar ab und büßte damit etwa einen Cent gegenüber ihrem Tageshoch am Vormittag ein. Zuletzt wurde der Euro leicht erholt bei 1,3304 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3319 (Freitag: 1,3356) Dollar fest.

„Der Kursrückgang am Nachmittag ist mit fundamentalen Gründen nicht zu erklären“, sagte Ulrich Wortberg, Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone hätten die Märkte zwar enttäuscht, dennoch könne die Reaktion nicht vollumfänglich damit erklärt werden. „Es wird schon seit Wochen in sehr engen Bandbreiten gehandelt.“ Wenn dann ein Impuls dafür sorgt, dass bestimmte Kursschwellen nicht erreicht oder unterschritten werden, verstärke sich die Dynamik von selbst.

Die jüngsten Stimmungsdaten hatten ein trübes Bild für die Eurozone gezeichnet: In der Industrie fiel der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Vor allem Frankreich und Spanien schnitten schlecht ab. Es gab allerdings auch einen Lichtblick: In Italien erreichte der Indikator überraschend den höchsten Stand seit sechs Monaten. Am Nachmittag legten die USA mit ihrem dem vielbeachteten ISM-Index nach. Das Stimmungsbarometer fiel besser als erwartet aus. „Das könnte die Risikobereitschaft am Devisenmarkt wieder etwas heben“, so Helaba-Experte Wortberg.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83105 (0,83390) britische Pfund, 109,95 (109,56) japanische Yen und 1,2044 (1,2045) Schweizer Franken festgelegt. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1677,50 (Freitag: 1662,50) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 39.440,00 (39 70,00) Euro.

Von

dpa

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