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10.01.2005

17:10 Uhr

Rohstoffe + Devisen

Devisen: Euro stabilisiert sich bei 1,31 Dollar - Snow-Aussagen wirken nach

Der Eurokurs hat sich am Montag nach dem Einbruch in der Vorwoche bei etwa 1,31 Dollar stabilisiert. Erstmals nach sechs Handelstagen mit Kursverlusten in Folge verzeichnete der Euro wieder leichte Gewinne.

dpa-afx FRANKFURT. Der Eurokurs hat sich am Montag nach dem Einbruch in der Vorwoche bei etwa 1,31 Dollar stabilisiert. Erstmals nach sechs Handelstagen mit Kursverlusten in Folge verzeichnete der Euro wieder leichte Gewinne. Die Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,3 078 Dollar gehandelt nach einem Tief von 1,3 027 Dollar am Freitag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3 103 (Freitag: 1,3 200) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 632 (0,7 576) Euro.

"Der Markt hält nach den heftigen Kursverlusten des Euro von bis zu sechs US-Cent etwas inne", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Am Freitag war der Euro zeitweise auf den tiefsten Stand seit Ende November 2004 gesackt. Als Auslöser des "vollkommen übertriebenen" Kursrutsches nannte Fritsch Aussagen von US-Finanzminister John Snow. Dieser hatte am Freitag erklärt, das US-Defizit werde reduziert, damit der Dollar stark bleibe.

Bei ihrer Sitzung am Montag diskutierten die Notenbankchefs der zehn wichtigsten Industrie- und Entwicklungsländer (G10) unterdessen nicht über Wechselkurse. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) bezeichnete die jüngsten Äußerungen von US-Finanzminister Snow zu den Defiziten gleichwohl als "wichtig". Als EZB-Präsident habe er besonders das Bekenntnis Snows zu einem starken Dollar zur Kenntnis genommen.

Snow hatte mit seiner Aussage den Euro auf den tiefsten Stand seit dem 23. November 2004 gedrückt. Der Finanzminister hatte einen "vernünftigen Umgang mit den Defiziten" versprochen. Das Doppeldefizit in Staatshaushalt und Leistungsbilanz gilt als Hauptgrund für die deutliche Abwertung des Dollar 2004. Fritsch sieht in diesen Aussagen allerdings nur "ein weiteres Lippenbekenntnis". Es bleibe weiter fraglich, wie das Ziel umgesetzt werden solle. Die angekündigten Maßnahmen deuteten bisher in die entgegengesetzte Richtung. Die Glaubwürdigkeit der Aussage sei damit "stark eingeschränkt".

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 978 (0,7 028) britische Pfund , 136,83 (138,06) japanische Yen und 1,5 469 (1,5 488) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 420,00 (Freitag: 422,20) Dollar gefixt.

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