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08.10.2013

17:46 Uhr

Devisen

Euro startet mit Verlusten

Die US-Regierung hat kein Budget und die Zahlungsunfähigkeit droht. Das beschäftigt die Finanzmärkte. Der Euro indes steht am Dienstag in der Nähe des Acht-Monatshochs, das in der vergangenen Woche erreicht wurde.

Der Euro hält sich be i 1,36 US-Dollar. dpa

Der Euro hält sich bei 1,36 US-Dollar.

FrankfurtDer Euro hat sich am Dienstag vor dem Hintergrund des US-Haushaltsstreits bei 1,36 US-Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung stand damit in der Nähe des Acht-Monatshochs, das in der vergangenen Woche bei 1,3645 Dollar erreicht wurde. Am Nachmittag kostete ein Euro 1,3602 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3576 (Montag: 1,3572) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7366 (0,7368) Euro.

Im US-Haushaltsstreit herrscht weiter Stillstand. Auch eine Woche nach der Schließung zahlreicher Behörden und öffentlicher Einrichtungen gibt es keinerlei Anzeichen einer Annäherung zwischen den Konfliktparteien. Zusätzlich droht der größten Volkswirtschaft der Welt die Zahlungsunfähigkeit, falls die staatliche Schuldengrenze nicht bald angehoben wird.

Trotz der verfahrenen Situation bleibt der Devisenmarkt noch immer relativ gelassen. Experten vom Bankhaus Metzler sprechen von einer „gewissen Gleichgültigkeit“, die derzeit noch unter den Anlegern herrsche. „Schließlich stehen die Finanzmärkte unter dem Protektorat der Zentralbanken“, so die Fachleute. „Und dass die USA ihre Schulden nicht mehr bedienen können, wird allenfalls als theoretische Möglichkeit erachtet.“

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84265 (0,84370) britische Pfund, 131,94 (131,46) japanische Yen und 1,2284 (1,2262) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1329,50 (1323,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 790,00 (30 520,00) Euro.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

08.10.2013, 10:09 Uhr

Rasende Inflation!

Im Land wo einst Milch und Honig floß und Butterberge in den Ostblock verschenkt wurden.

Allein der Butterpreis in diesem Jahr stieg um 33% ...
von € 0,99 auf nunmehr € 1,29 für 250gr ....einst wurde diese Ware in den Ostblock verschenkt. Welche Schreckenszenarien, neben der Vernichtung der Alterssicherheit und Geldentwertung hält diese diese Schuldenpolitik zur Euro-Rettung der Bundesregierung noch noch für uns parat?

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