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02.02.2009

07:54 Uhr

Devisen

Euro steht weiterhin unter Druck

Der Euro kann seine Schwächephase nicht überwinden. Devisenstrategen erwarten beim Euro den sechsten Wochenverlust zum Dollar in Folge. Die anstehende Zinsentscheidung in der Eurozone am Donnerstag dürfte daran nichts ändern.

HB FRANKFURT. Der Euro hat seine Schwächephase zum Dollar nicht überwunden. In New York kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,2794 US-Dollar und in Asien fiel sie am Morgen auf 1,2730 Dollar.

Bei der anstehenden Zinsentscheidung in der Eurozone am Donnerstag rechnen Experten nicht damit, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik lockert. Notenbankchef Jean-Claude Trichet hatte durchblicken lassen, erst im März anstehende Konjunkturdaten abzuwarten. Gleichwohl rechnen Strategen mit einem Signal für eine Zinssenkung, die den Euro belasten dürften.

„Die bereits vorgelegten Daten machen eine weitere Zinssenkung immer notwendiger“, sagt Devisenstratege Marc Chandler vom US-Brokerhaus Brown Brothers Harriman. Die Kapazitätsauslastung der europäischen Industrie ist auf den niedrigsten Stand seit 1990 gesunken. Die Arbeitslosigkeit im Euroraum stieg im Dezember auf ein Zweijahres-Hoch. Zugleich steigt der Spielraum für Zinssenkungen, da Verbraucherpreise zuletzt nur moderat zugelegt habten und Erzeugerpreise sogar gesunken sind. In der vergangenen Woche wertete der Euro um 1,3 Prozent ab auf 1,28 Dollar.

Das Pfund Sterling legte zum Euro um knapp sechs Prozent zu. Den Schub brachte die Hoffnung, dass der britische Finanzsektor von neuen staatlichen Stützungsmaßnahmen profitiert. Am Donnerstag entscheidet auch die Bank of England über ihren Leitzins.

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