Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.12.2013

14:07 Uhr

Devisen

Euro steigt deutlich über 1,38 Dollar

Der Euro hat am Freitag ein Jahreshoch erreicht. Grund dafür ist wohl die anstehende Bilanzprüfung der Banken durch die Europäische Zentralbank (EZB). Der Dollar verliert indessen gegenüber den meisten Währungen.

Gewinnt an Boden: Der Euro zieht gegenüber dem Dollar leicht an. dpa

Gewinnt an Boden: Der Euro zieht gegenüber dem Dollar leicht an.

Sydney/TokioDer Euro ist am Freitag auf ein neues Jahreshoch gesprungen. Die Gemeinschaftswährung stieg um 1,4 Prozent und erreichte mit 1,3892 Dollar den höchsten Stand seit Ende Oktober 2011. Die Umsätze blieben zwischen Weihnachten und Neujahr aber gering. „Es handeln nur noch die, die müssen. Die Volumina sind extrem dünn“, sagte ein Börsianer.

Einige Marktteilnehmer führten die Aufwärtsbewegung des Euro auf die anstehende Bilanzprüfung der Banken durch die Europäische Zentralbank (EZB) zurück. „Die Banken wollen für die Gesundheitschecks gerüstet sein“, sagte ein Händler. Deshalb versuchten die Geldhäuser in der Euro-Zone zum Jahresende ihre Bilanzen aufzubessern, was eine erhöhte Euro-Nachfrage nach sich ziehe.

Zugleich warnte Bundesbankchef Jens Weidmann vor den negativen Folgen von dauerhaft niedrigen Zinsen. Ein geringerer Preisdruck dürfe kein Freibrief für beliebige geldpolitische Lockerungen sein, sagte Weidmann, der im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sitzt. „Und wir müssen darauf achten, die Zinsen wieder rechtzeitig anzuheben, sollte sich Inflationsdruck aufbauen“, sagte Weidmann der „Bild-Zeitung“ laut einem Vorabbericht von Freitag.

Zum japanischen Yen ist der Euro auf den höchsten Stand seit Oktober 2008 gestiegen. Mit der Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Bank of Japan wurde am Mittag für einen Euro 145,18 Yen bezahlt. Im asiatischen Handel hatte er noch 143,43 Yen gekostet.

Der US-Dollar gab gegenüber den meisten Währungen nach. Die Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed, ihr Anleihekaufprogramm zu drosseln, hat damit keine nachhaltige Wirkung am Devisenmarkt gezeigt. Der Euro notiert jetzt wieder über dem Niveau, das er vor der Entscheidung hatte. Vor allem die erwartete lange Fortsetzung der Niedrigzinspolitik laste auf dem Dollar, sagten Händler.


Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Mirko

27.12.2013, 14:35 Uhr

Bullsh***, warum stieg dann der GBP, wo kann man diese News nachlesen was passiert. Wann findet die Bilanzprüfung statt?

Arminius

27.12.2013, 16:28 Uhr

"Bundesbankchef Jens Weidmann" c'est qui celui-là?

Account gelöscht!

27.12.2013, 17:55 Uhr

Put auf EUR/USD ist für mich eine der besten Anlageideen für 2014.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×