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11.08.2015

13:43 Uhr

Devisen

Euro steigt nach Yuan-Abwertung auf über 1,10 Dollar

Die chinesische Notenbank hat interveniert und den Yuan um knapp zwei Prozent im Wert gedrückt. Das hat Auswirkungen auf andere Währungen. Der Euro kann profitieren.

Der Euro kann kaum von den Fortschritten bei den Verhandlungen für ein neues Hilfspaket für Griechenland profitiert. Der Kurs ist am Dienstag gesunken. dpa

Euromünze

Der Euro kann kaum von den Fortschritten bei den Verhandlungen für ein neues Hilfspaket für Griechenland profitiert. Der Kurs ist am Dienstag gesunken.

FrankfurtAn den Devisenmärkten hat eine umfassende Intervention der chinesischen Notenbank (PBOC) am Dienstag weltweit die Devisenkurse deutlich beeinflusst. Die PBOC hat den Renminbi zum Dollar um 1,86 Prozent abgewertet – der höchste je verzeichnete Wert; darauf verlor der Yuan zum Dollar an Offshore-Handelsplätzen mehr als zwei Prozent und an Onshore-Handelsplätzen 1,7 Prozent.

„Es sieht danach aus, als ob es das Ende des Fixings in seiner bisherigen Form darstellt“, sagte Khoon Goh, Stratege in Singapur bei Australia & New Zealand Banking Group. Der Euro notierte zum Dollar mittags bei 1,1041 um 0,23 Prozent fester. Im frühen Handel hatte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0961 Dollar je Euro nachgegeben.

Der Franken war nach anfänglichen Gewinnen zum Euro im Verlauf bei 1,0854 rund 0,1 Prozent leichter. Zum Dollar war der Franken wenig verändert bei 98,41 Rappen. Besonders ausgeprägt war der Abwertungsdruck am Dienstag beim australischen und neuseeländischen Dollar, die beide zum US-Dollar um über ein Prozent abrutschten.

„Chinas wirtschaftliche Talfahrt belastet die Rohstoffnotierungen, wird wohl auch die Volkswirtschaften beeinträchtigen, die auf Exporte von Rohstoffen angewiesen sind“, sagte Daisuke Karakama, leitender Chefvolkswirt bei Mizuho Bank in Tokio. „Der Greenback ist praktisch der einzige Gewinner derzeit“.

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