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08.07.2014

17:16 Uhr

Devisen

Euro steigt trotz schwacher Wirtschaftsdaten robust

Seit über einem Monat bewegt sich der Euro kaum, auch am Dienstag bleibt er über der 1,36 Dollar-Marke. Analysten begründen die geringen Schwankungen damit, dass die EZB die Zügel im Gegensatz zur Fed locker lässt.

Der Euro zeigt sich recht träge. dpa

Der Euro zeigt sich recht träge.

Frankfurt/MainDer Euro ist am Dienstag trotz schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland über die Marke von 1,36 US-Dollar geklettert. Am Nachmittag stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3617 Dollar. Ihr Tagestief hatte sie zuvor bei 1,3588 Dollar markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3589 (Montag: 1,3592) Dollar fest.

Seit Anfang Juni bewegt sich der Euro in einer engen Spanne zwischen 1,35 und 1,37 Dollar. Analysten begründen die geringen Schwankungen vor allem mit der Geldpolitik: Während von der EZB erwartet wird, dass sie ihren lockeren Kurs noch lange halten wird, macht sich die aufkommende US-Zinsdebatte an den Märkten bisher nur wenig bemerkbar. Starke Ausschläge beim Euro-Dollar-Kurs bleiben somit aus. Zugleich führt der Fokus auf die Geldpolitik dazu, dass konjunkturellen und politischen Entwicklungen weniger Beachtung geschenkt wird.

Schwache deutsche Wirtschaftsdaten brachten den Euro nur kurz unter Druck. Dem Statistischen Bundesamt zufolge gingen die Einfuhren im Mai zum Vormonat ungewöhnlich deutlich um 3,4 Prozent zurück. Es ist das stärkste Minus seit Ende 2012. Zuletzt waren bereits schwache Zahlen vom Einzelhandel und aus der Industrie gemeldet worden.

Viele Ökonomen haben mittlerweile ihre Wachstumserwartungen für das zweite Quartal deutlich nach unten gesetzt. Dekabank-Experte Andreas Scheuerle sprach mit Blick auf die jüngsten Daten von einer „Riesenenttäuschung“. Er schließt inzwischen sogar den ersten Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung seit eineinhalb Jahren nicht mehr aus.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79385 (0,79385) britische Pfund, 138,26 (138,53) japanische Yen und 1,2155 (1,2155) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1323,00(1313,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.670,00 (30 560,00) Euro.


Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Klaus Dieter Probst

08.07.2014, 11:14 Uhr

Ich habe bereits 2008 gesagt: Wir brauchen dringend eine Inflation sie kann ruhig 5 bis 10% betragen und auf 5 Jahre angelegt sein. Wenn wir sie jetzt (2008) machen, können wir sie als geregelte Inflation steuern. Wenn wir sie nicht machen bekommen wir eine ungeregelte Inflation (oder schlimmer Disflation, Deflation). Inflation nützt zuerst den Schuldner auch den Armen, leider lese ich ständig das Gegenteil auch hier im Handelsblatt. Die meisten Ökonomen haben keine Ahnung oder Angst um ihr bischen Vermögen, verständlich trotzdem falsch. Inflation senkt die Preise im internationalen Markt und erhöht die Kosten beim Einkauf, der dabei entstehende Druck wirkt sich positiv auf Entwicklungen aus. Weniger Hängematte in den Unternehmen und auf dem Arbeitsmarkt wären die Folge in einem gesunden Markt, eider ist der deutsche Markt nicht gesund sondern in hohem Maß krank.
Umverteilung statt Fortschritt, Obrigkeithörigkeit statt Evolution, Feigheit statts Mut, Ausgrenzung statt Integration, Sparen statt Investionen, etc.. Das ist ein kurzfristiger Siegeszug der Feigheit und er ist nicht nachhaltig. Hier nochmal mein Satz seit 2008, den Deutschen geht es im Moment nicht so gut, weil sie so gut sind, sondern weil sie so schlecht sind. Sie sind nur im Sektor 1 und 2 der VWL so richtig dabei, im Sektor 3 und 4 herrscht nahezu -tode Hose-. Bildung, Wissen, Leistung - Nein Danke. Billig, unterwürfig und ausweichen vor "Verantwortung, Innovation, Fortschritt" - Ja Gerne. Von 100 Unternehmen schreien 100 wir wollen Zukunft, wenn es ums Machen geht sind von 100 Unternehmen noch maximal 2 die Machen wollen. Liest man deutsche Wirtschaftszeitungen lacht man sich halb kaputt,
was die alles wollen und nicht können, natürlich sind immer die Anderen daran schuld. Wenn die Wirtschaft will bekommt sie ihren schwachen Euro, ansonsten bleibt es beim "hoch genau verloren, als ungefähr gewonnen". Ich will in diesem Land "endlich hören was geht und nicht was alles nicht geht" Ansonsten Gute Nacht.

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