Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.08.2014

08:57 Uhr

Devisen

Euro stemmt sich gegen geldpolitische Lockerung

Mario Draghis Rede belastete am Montag den Euro – dieser fiel auf ein Elf-Monats-Tief. Am Dienstag geht der Euro-Kurs vorerst auf Erholungskurs. Doch schwache Wirtschaftsdaten könnten die Währung wieder belasten.

Eine Euro-Münze vor der Dax-Tafel in Frankfurt. Die Börsen freuen sich auf neue geldpolitische Lockerungen – der Euro gerät dagegen unter Druck. dpa

Eine Euro-Münze vor der Dax-Tafel in Frankfurt. Die Börsen freuen sich auf neue geldpolitische Lockerungen – der Euro gerät dagegen unter Druck.

Frankfurt/MainNach den zuletzt deutlichen Verlusten ist der Kurs des Euro am Dienstag im frühen Handel leicht gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3206 US-Dollar gehandelt. In der Nacht war sie noch bis auf 1,3179 Dollar gefallen und erreichte damit ein neues Elf-Monatstief. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,3200 (Freitag: 1,3267) Dollar festgesetzt.

Der Euro bleibt nach seinen jüngsten Verlusten laut Devisenexperten trotz der leichten Erholung zunächst von vielen Seiten weiter unter Druck. So wirkten die Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi vom vergangenen Freitag nach. Er hatte Erwartungen auf eine weitere geldpolitische Lockerung geschürt, schreiben die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Diese Erwartungen seien am Montag durch das schwächelnde Geschäftsklima in Deutschland verstärkt worden.

Währungsbilanz 2014 - Euro verliert an Boden

Ukrainische Hrywnja

Euro/Hrywnja (lfd. Jahr): + 39,7 Prozent

Stand: 22.07.2014, Quelle; VWD

Argentinischer Peso

Euro/Argentinischer Peso (lfd. Jahr): + 23,2 Prozent

Russischer Rubel

Euro/Rubel (lfd. Jahr): + 5,3 Prozent

Chinesischer Yuan

Euro/Yuan (lfd. Jahr): + 0,9 Prozent

Polnischer Zloty

Euro/Zloty (lfd. Jahr): - 0,2 Prozent

Südafrikanischer Rand

Euro/Rand (lfd. Jahr): - 0,1 Prozent

Schweizer Franken

Euro/Franken (lfd. Jahr): - 0,5 Prozent

Kanadischer Dollar

Euro/Kan-Dollar (lfd. Jahr): - 0,7 Prozent

US-Dollar

Euro/Dollar (lfd. Jahr): - 1,7 Prozent

Mexikanischer Peso

Euro/Peso (lfd. Jahr): - 2,1 Prozent

Türkische Lira

Euro/Lira (lfd. Jahr): - 2,5 Prozent

Indische Rupie

Euro/Rupie (lfd. Jahr): - 4,1 Prozent

Britisches Pfund

Euro/Pfund (lfd. Jahr): - 4,8 Prozent

Japanischer Yen

Euro/Yen (lfd. Jahr): - 5,4 Prozent

Brasilianischer Real

Euro/Real (lfd. Jahr): - 7,5 Prozent

Australischer Dollar

Euro/Aus-Dollar (lfd. Jahr): - 7,6 Prozent

Zudem verweist die Helaba auf die politische Krise in Frankreich. Nach dem Rücktritt der Regierung am Montag soll am (heutigen) Dienstag die neue politische Mannschaft vorgestellt werden.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×