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12.11.2014

17:48 Uhr

Devisen

Euro tritt auf der Stelle

Nach Kursgewinnen am Dienstag bleibt der Euro am Mittwoch kaum verändert – womit es der Gemeinschaftswährung besser ergangen ist als anderen. Das britische Pfund und der Schweizer Franken haben Probleme.

Euromünzen: Ein Euro ist derzeit 1,2433 US-Dollar wert. dpa

Euromünzen: Ein Euro ist derzeit 1,2433 US-Dollar wert.

FrankfurtDer Euro hat sich am Mittwoch unter dem Strich nur wenig bewegt. Gegen Abend kostete die Gemeinschaftswährung 1,2475 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Am Markt war von einem wenig spektakulären Handel die Rede. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2467 (Dienstag: 1,2424) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8021 (0,8049) Euro.

Leicht belastet wurde der Euro von der schlechten Stimmung an den Börsen. Hinzu kamen Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum, die wenig Hoffnung auf eine anziehende Konjunktur machten. Die Industrieproduktion im Währungsraum legte im September zwar zu. Im Durchschnitt des dritten Quartals fiel sie aber zurück. Erste Zahlen für das gesamtwirtschaftliche Wachstum im Sommerquartal werden am Freitag erwartet. Bankvolkswirte rechnen mit nicht viel mehr als Stagnation.

Tagesverlierer unter den großen Währungen war das britische Pfund. In ihrem Inflationsbericht zeigte sich Bank of England pessimistischer für die heimische Wirtschaft und die Preisentwicklung. Eine rasche Zinsanhebung, wie noch vor wenigen Monaten erwartet, wird damit immer unwahrscheinlicher. Notenbankchef Mark Carney gab sich gewohnt zugeknöpft, was den Zeitpunkt einer ersten Zinsstraffung nach der Finanzkrise angeht.

Immer ungemütlicher wird die Lage für die Schweizer Notenbank: Der Franken nähert sich der von der SNB festgelegten Obergrenze. Mit dieser Festlegung im Herbst 2011 wurde die starke Aufwertung des Franken in der Euro-Schuldenkrise gestoppt. Die Grenze hat seither zwar gehalten, zurzeit liegt der Frankenkurs aber nur hauchdünn darunter. Zusätzliches Ungemach droht der SNB von einem Referendum Ende November, das sie dazu verpflichten soll, einen fixen Teil ihrer Währungsbestände in Gold zu halten. Viele Experten warnen, dass die Geldpolitik der Notenbank dadurch massiv beschnitten würde.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7880 (0,7836) britische Pfund, 143,63 (143,88) japanische Yen und 1,2023 (1,2024) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1164,50 (1156,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 510,00 (29 320,00) Euro.

Von

dpa

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