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19.06.2015

09:33 Uhr

Devisen

Euro unbeeindruckt von Griechenland-Drama

Alle warten gespannt auf das Ende des Griechenland-Dramas? Stimmt nicht. Zumindest am Devisenmarkt spielt die Schuldenkrise weiterhin keine Rolle. Der Eurokurs hält sich am Freitag stabil über 1,13 Dollar.

Analysten vermuten, dass der Eurokurs mittelfristig wieder sinken wird. dpa

Euro-Münzen

Analysten vermuten, dass der Eurokurs mittelfristig wieder sinken wird.

FrankfurtDer Euro hat sich am Freitag im frühen Handel ungeachtet der wachsenden Besorgnis um das pleitebedrohte Griechenland deutlich über der Marke von 1,13 Dollar gehalten. Zuletzt kostete ein Euro mit 1,1343 Dollar etwas weniger als am Vorabend. Am Mittwoch war die europäische Gemeinschaftswährung wegen der gedämpfteren Spekulationen über eine Zinswende in den USA zeitweise sogar über 1,14 Dollar gestiegen.

Nachdem die Euro-Finanzminister die Lösung der griechischen Krise an die Regierungschefs weitergereicht haben, bröckelte der Eurokurs etwas ab. Jetzt wollen sich die Staats- und Regierungschefs am Montag treffen, um über die Zukunft des hochverschuldeten Staates zu beraten. Am Devisenmarkt spielt das Griechenland-Drama aber ohnehin nach wie vor keine besondere Rolle.

Angesichts der verfahrenen Situation verwundere es nicht, dass die Eurogruppen-Finanzminister in der Causa Griechenland nicht weitergekommen seien, schreibt Commerzbank-Devisenanalyst Ulrich Leuchtmann in einer Studie. Den Markt schere die Griechenland-Frage aktuell überhaupt nicht.

Entscheidend für die Entwicklung des Euro in den vergangenen Tagen war der Kurs der US-Notenbank Fed. Deren Präsidentin Janet Yellen hatte am Mittwochabend die Zinsspekulationen in den USA gedämpft und damit den Dollar geschwächt. Der Euro war deshalb zeitweise auf den höchsten Stand seit Mitte Mai geklettert.

Mittelfristig rechnen aber die meisten Analysten damit, dass in den USA die Zinsen steigen werden und damit der Dollar wieder attraktiver wird. Im Gegenzug sollte der Euro wieder sinken.

Von

dpa

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