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16.08.2011

13:02 Uhr

Devisen

Euro verliert nach schwachen Konjunkturdaten

Die schwachen deutschen Zahlen zur Konjunktur lassen den Euro leicht unter das New Yorker Schlussniveau sinken. Am Devisenmarkt wartet alles auf das Merkel-Sarkozy-Treffen.

Ein Händler beobachtet die Kursentwicklung. Quelle: Reuters

Ein Händler beobachtet die Kursentwicklung.

FrankfurtDie ins Stottern geratene deutsche Konjunkturlokomotive hat am Dienstag dem Euro den Schwung genommen. Die Gemeinschaftswährung notierte mit Kursen knapp unter 1,44 Dollar rund einen halben US-Cent unter dem New Yorker Schlussniveau. „Mit dem schwachen zweiten Quartal reiht sich Deutschland ein in die schlechten Daten für das BIP aus den USA und Frankreich und einer Reihe kleinerer Staaten“, erklären die Analysten der LBBW.

Im zweiten Quartal wuchs die Wirtschaft in der Bundesrepublik gegenüber dem Vorquartal nur um 0,1 Prozent - deutlich geringer als erwartet und so schwach wie seit Jahresbeginn 2009 nicht mehr. Zum Franken gab der Euro auf 1,1230 von 1,1327 Franken am Vorabend nach.

Am Montag hatte die Gemeinschaftswährung noch mit 1,4477 Dollar so hoch wie seit fast drei Wochen nicht mehr notiert. Händler hatten für die Käufe das überraschend hohe Volumen der Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche verantwortlich gemacht. Nervöse Investoren hatten den mit 22 Milliarden Euro ungewöhnlich hohen Einsatz der EZB als Signal für deren Entschlossenheit gewertet, die Euro-Zone zu verteidigen.

Am Dienstag richteten sich die Blicke nach Paris, wo am Nachmittag Präsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel die Lage beraten wollten. Dabei waren die Erwartungen am Devisenmarkt eher moderat, nachdem die Bundesregierung am Vortag ihre ablehnende Haltung zu gemeinsamen Eurobonds bekräftigt hatte. „Sollte es tatsächlich Hinweise darauf geben, dass der Widerstand gegen Eurobonds schwächer wird, würde das Umfeld für den hiesigen Rentenmarkt ungemütlich“, spielte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg auf die dann vermutlich steigenden Renditen für Bundespapiere an. Der Euro könnte davon tendenziell aber profitieren.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Paul

17.08.2011, 00:42 Uhr

Prof. Dr. Wilhelm Hankel über das Euro-Skandal .
Ein zitat:

“Griechenland war bereits gedrückt auf der EuroSchein , 3 jahre vor Griechenland in die EU kam.”

http://www.youtube.com/watch?v=QERfizizp28&feature=related

Account gelöscht!

17.08.2011, 06:23 Uhr

Zitat:
Am Dienstag richteten sich die Blicke nach Paris, wo am Nachmittag Präsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel die Lage beraten wollten. Dabei waren die Erwartungen am Devisenmarkt eher moderat, nachdem die Bundesregierung am Vortag ihre ablehnende Haltung zu gemeinsamen Eurobonds bekräftigt hatte. „Sollte es tatsächlich Hinweise darauf geben, dass der Widerstand gegen Eurobonds schwächer wird, würde das Umfeld für den hiesigen Rentenmarkt ungemütlich“, spielte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg auf die dann vermutlich steigenden Renditen für Bundespapiere an.
Zitat Ende:

Die Spekulanten rechnen mit Eurobonds.
Und hiebei auf den Zahlmeister Deutschland.
Dem Club Med wird dadurch jede Motivation genommen, ihren Haushalt in Ordnung zu bringen.
Sie werden ihr Dolce Vita weiterführen; die Franzosen sagen nur "na und, die Rechnung bezahlen doch die Deutschen".
Und auch Bofinger wirbt für Euro-Bonds! Er hält sie für unabdingbar.

Zitat:
Mit deutlich steigenden Risikoprämien für italienische und spanische Anleihen hat die Eurokrise nunmehr ein Stadium erreicht, bei dem nicht nur eine schwere Erschütterung für das globale Finanzsystem, sondern auch ein Auseinanderbrechen des Währungsraums droht.
Zitat Ende:

Für Deutschland wäre das das beste"
Was Deutschland nicht braucht, sind:
- Eurobonds
- eine Transferunion
- einen ESM-unlimited

In all diesen Fällen zahlt Deutschland für die Anderen.

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