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07.01.2005

17:10 Uhr

Rohstoffe + Devisen

Devisen: Euro verliert stark - Erstmals seit Ende November unter 1,31 Dollar

Der Eurokurs ist am Freitag wegen anhaltender Zinsspekulationen erstmals seit Ende November wieder unter die Marke von 1,31 Dollar gefallen.

dpa-afx FRANKFURT. Der Eurokurs ist am Freitag wegen anhaltender Zinsspekulationen erstmals seit Ende November wieder unter die Marke von 1,31 Dollar gefallen. Zusätzlich unter Druck geriet der Euro durch Äußerungen von US-Finanzminister John Snow, der das Festhalten der US-Regierung an der Politik des starken Dollar bekräftigte. "Ein starker Dollar liegt in unserem nationalen Interesse", sagte Snow.

Die Gemeinschaftswährung gab am Nachmittag bis auf 1,3 062 Dollar nach. Das war der tiefste Stand seit dem 23. November 2004. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3 200 (Donnerstag: 1,3 183) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 576 (0,7 586) Euro.

Experten sehen nach den US-Arbeitsmarktdaten für Dezember den Weg für weitere Zinserhöhungen durch die amerikanische Notenbank geebnet. "Der Arbeitsmarkt bestätigt das freundliche Bild der US-Konjunktur und lässt der Notenbank genügend Spielraum für Zinserhöhungen", sagte Volkswirt Stephan Rieke von der ING-BHF-Bank. Die Zinsdifferenz zur Eurozone werde deshalb in den kommenden Monaten weiter auseinander gehen, da die Europäische Zentralbank wegen der schwächelnden Konjunktur ihre Zinsen vorerst nicht anheben werde.

Steigende Zinsen in den USA wiederum machen Dollar-Anlagen attraktiver und stützen damit die US-Währung. Seit Dezember liegt der US-Leitzins mit 2,25 Prozent erstmals seit drei Jahren wieder über dem EZB-Niveau (2,00%).

Die US-Arbeitsmarktdaten für Dezember entsprachen unter dem Strich den Markterwartungen, sagte Rieke. Zwar fiel der Stellenzuwachs im Dezember mit 157 000 etwas schwächer als erwartet aus. Gleichzeitig wurde aber der November-Wert nach oben korrigiert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7 028 (0,7 039) britische Pfund, 138,06 (138,30) japanische Yen und 1,5 488 (1,5 498) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 422,20 (Donnerstag: 424,35) Dollar gefixt.

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