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05.01.2005

16:30 Uhr

Rohstoffe + Devisen

Devisen: Euro wegen Spekulationen über weitere US-Zinserhöhungen unter Druck

Spekulationen über weitere Zinserhöhungen in den USA haben den Euro am Mittwoch unter Druck gebracht. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,3 239 Dollar und entfernte sich damit um mehr als vier Cent von ihrem am 30.

dpa-afx FRANKFURT. Spekulationen über weitere Zinserhöhungen in den USA haben den Euro am Mittwoch unter Druck gebracht. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,3 239 Dollar und entfernte sich damit um mehr als vier Cent von ihrem am 30. Dezember erreichten Rekordstand von 1,3 668 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3 224 (Dienstag: 1,3 365) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7 562 (0,7 482) Euro.

Händler verwiesen auf Spekulationen über weitere Zinserhöhungen in den USA. Ausgelöst wurden diese durch das am Dienstagabend veröffentlichte Protokoll der Dezember-Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank, in dem mehrere Mitglieder auf Inflationsrisiken hinwiesen. "Das hat Spekulationen ausgelöst, die Leitzinsen könnten kräftiger steigen als bislang angenommen", sagte Devisenanalyst Christian Pohl von der Fxdirekt Bank. Mit höheren Zinsen kann die Notenbank die Nachfrage nach Krediten dämpfen und damit den Inflationsdruck verringern. Steigende Zinsen in den USA wiederum machen Dollar-Anlagen attraktiver und stützen damit die US-Währung.

Auftrieb erhalte der Dollar in dieser Woche außerdem vom hohen Emissionsvolumen von US-Anleihen, sagte Pohl. Dies steigere die Nachfrage nach dem Greenback. Kurzfristig könne der Euro deshalb unter die Marke von 1,30 Dollar fallen. "Die Nagelprobe erfolgt am Freitag, wenn die Arbeitsmarktdaten in den USA veröffentlicht werden", sagte der Devisenexperte.

Händler sehen trotz der Erholung keine Trendwende zugunsten des Dollar. Grundsätzlich bleibe die US-Währung unter Druck, da sich am enormen Defizit in Staatshaushalt und Leistungsbilanz nichts geändert habe, hieß es. Das Doppeldefizit in den USA gilt als Ursache der anhaltenden Dollarschwäche.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,70 485 (0,7 062) britische Pfund, 138,09 (138,49) japanische Yen und 1,5 528 (1,5 477) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 426,00 (Dienstag: 427,75) Dollar gefixt.

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