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07.11.2014

09:21 Uhr

Devisen

Euro weitet die Verluste aus

Die lockere Gangart der EZB drückt den Eurokurs weiter. Die Anleger decken sich mit Dollar ein. Am Nachmittag geben die US-Arbeitslosenzahlen einen wichtigen Hinweis auf die Geldpolitik der Fed.

Der Euro fällt, Anleger setzen auf den Dollar: „Einmal mehr könnte deutlich werden, wie intakt der Erholungspfad der US-Wirtschaft ist“. dpa

Der Euro fällt, Anleger setzen auf den Dollar: „Einmal mehr könnte deutlich werden, wie intakt der Erholungspfad der US-Wirtschaft ist“.

FrankfurtDer Euro hat am Freitag seine deutlichen Verluste vom Vortag ausgeweitet. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2380 US-Dollar und damit weniger mehr als am Vorabend. Am Donnerstag war der Euro spürbar unter Druck geraten, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) eine zusätzliche Lockerung ihrer Geldpolitik in Aussicht gestellt hatte. Die EZB setzte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,2517 Dollar fest.

Der Freitag steht klar im Zeichen des amerikanischen Arbeitsmarkts. Die Regierung wird am Nachmittag ihren monatlichen Jobbericht veröffentlichen. Bankvolkswirte rechnen mit abermals robusten Zahlen. Dies würde die Erwartung stützen, dass die Notenbank Fed im Laufe des kommenden Jahres die Zinswende einleitet. Allein die Aussicht auf eine erste Zinserhöhung seit dem Jahr 2006 hat den Dollar in den letzten Monaten stark aufwerten lassen.

In Erwartung robuster US-Arbeitsmarktdaten haben sich Anleger am Freitag erneut mit der Währung des Landes eingedeckt. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, stieg um 0,2 Prozent und markierte mit 88,174 Punkten den dritten Tag in Folge ein Vier-Jahres-Hoch.

„Einmal mehr könnte deutlich werden, wie intakt der Erholungspfad der US-Wirtschaft ist“, schrieb Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz in einem Kommentar. Von Reuters befragte Analysten rechnen für Oktober mit dem Aufbau von 231.000 Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft. Im Vormonat hatten die Unternehmen 248.000 Jobs geschaffen. Arbeitsmarktdaten über Markterwartungen könnten die Spekulationen auf einen vorzeitigen Zinsschritt schüren, schrieb Karpowitz weiter. „Aus unserer Sicht hat der Markt an dieser Stelle noch erheblichen Nachholbedarf.“

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