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01.03.2016

17:15 Uhr

Devisen

Eurokurs fällt nach US-Konjunkturdaten deutlich

Die europäische Gemeinschaftswährung hat am Dienstag weiter zum Dollar verloren. Die Deutsche Bank wähnt den Euro in den kommenden Monaten schon auf Paritätskurs zur amerikanischen Währung.

Die Gemeinschaftswährung zeigt sich stabil. dpa

Euro

Die Gemeinschaftswährung zeigt sich stabil.

FrankfurtDer Kurs des Euro ist am Dienstag nach überraschend guten US-Konjunkturdaten unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,0850 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch knapp unter der Marke von 1,09 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,0872 (Montag: 1,0888) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9198 (0,9184) Euro.

Beflügelt wurde der Dollar durch den im Februar überraschend deutlich gestiegenen Einkaufsmanagerindex ISM. Der Index gilt als wichtigster Frühindikator für die amerikanische Industrie. Die Industrie hatte sich zuletzt wegen des starken Dollars und der Probleme der Schwellenländer schwach entwickelt.

Die Deutsche Bank AG geht davon aus, dass der Euro bis Ende des Quartals auf 1,05 Dollar sinken und im Jahresverlauf die Parität zum Greenback erreichen wird. „Wir rechnen mit Sicherheit mit einer lockeren Politik der EZB“, sagt Alan Ruskin, weltweiter Co-Chef für Devisenanalyse in New York bei der Deutschen Bank, dem weltweit zweitgrößten Devisenhändler. „Die Divergenz-Story besteht weiterhin“, fügte er mit Blick auf die auseinandergehenden Notenbankhaltungen von EZB und Federal Reserve hinzu.

Positiv zu werten ist nach Einschätzung von Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), dass die Unterindikatoren für die Beschäftigung und den Auftragseingang sich verbessert haben. „Rezessionssorgen werden auf dieser Basis nicht weiter geschürt“, so Umlauf. Zuletzt waren die Erwartungen an weitere Leitzinsanhebungen vor allem durch die Schwäche der Industrie gedämpft worden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7780 (0,7858) britische Pfund, 122,94 (123,14) japanische Yen und 1,0860 (1,0914) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 36 080,00 (35 740,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1236,50 (1234,90) Dollar gefixt.

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