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24.03.2014

17:40 Uhr

Devisen

Eurokurs gerät leicht unter Druck

Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland trüben die Devisenmärkte: Der Euro ist am Montag leicht gefallen. Überraschend konkrete Worte zur EZB-Geldpolitik wählte derweil ein finnischer Notenbanker.

Am Freitag hatte der Euro noch leicht zugelegt, nun geht es wieder abwärts. dpa

Am Freitag hatte der Euro noch leicht zugelegt, nun geht es wieder abwärts.

FrankfurtDer Euro ist am Montag leicht unter Druck geraten. Händler nannten schwache Konjunkturdaten aus Deutschland und Äußerungen von EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen als Grund. Ein Euro kostete am späten Nachmittag 1,3780 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent weniger als beim Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3774 (Freitag: 1,3780) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7260 (0,7257) Euro.

Während neue Konjunkturdaten aus Frankreich positiv überraschten, fielen Umfragewerte aus Deutschland ernüchternd aus. Die vom Markit-Institut erhobenen Einkaufsmanagerindizes waren in Frankreich erstmals seit langem über die Wachstumsgrenze von 50 Punkten gestiegen. In Deutschland fielen sie hingegen von erhöhtem Niveau aus spürbar zurück. Unter dem Strich reagierte der Euro mit Verlusten.

Für zusätzlichen Druck sorgte Finnlands Notenbankchef Liikanen. Er sagte in Helsinki, die EZB werde ihre Geldpolitik „bis weit in die Erholung hinein“ locker halten. Diese Äußerung dürfte zwar inhaltlich nicht besonders überraschend sein, fiel aber konkreter aus als die bisherigen offiziellen Notenbankaussagen.

Die weiter angespannte Lage im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland belaste tendenziell stärker den Euro, sagten Händler. Als G7 unter Ausschluss Russlands wollen die führenden Industriestaaten bei einem Gipfel in Den Haag nach einer Antwort auf die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Moskau suchen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8354 (Freitag: 0,8357) britische Pfund, 141,05 (141,07) japanische Yen und 1,2197 (1,2182) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1310,75 (1336,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.670,00 (30.690,00) Euro.

Von

dpa

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