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06.09.2011

11:38 Uhr

Devisen

Eurokurs springt in die Höhe

Die Schweizer Notenbank möchte den Franken im Vergleich zum Euro abwerten. Die Entscheidung verleiht dem Eurokurs Flügel.

Von der europäischen Schuldenproblematik hängt ab, in welche Richtung es für den Euro geht. dpa

Von der europäischen Schuldenproblematik hängt ab, in welche Richtung es für den Euro geht.

FrankfurtNach dem Eingriff der Schweizerische Nationalbank (SNB) in den Devisenmarkt steigt der Eurokurs deutlich an. Die Notenbank toleriere ein Absinken der Gemeinschaftswährung unter 1,20 Franken ab sofort nicht mehr, teilte sie mit. „Die Nationalbank wird den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen“, hieß es. Und die Notenbank stellte weitere Maßnahmen in Aussicht, falls diese nötig werden sollte. „Der Franken ist auch bei 1,20 pro Euro hoch bewertet und sollte sich über die Zeit weiter abschwächen. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, wird die Nationalbank
weitere Maßnahmen ergreifen.“
Der Euro verteuerte sich nach der SNB-Ankündigung sprunghaft auf vorübergehend über 1,21 Franken. Später wurden für die Gemeinschaftswährung Kurse um 1,20 Franken bezahlt, nach 1,1250Franken vor dem SNB-Schritt. „Ich bin relativ zuversichtlich, dass die Nationalbank das durchsetzen kann“, sagte Ökonom Martin Neff von der Credit Suisse. „Man kann davon ausgehen, dass der Franken sich um dieses Kursverhältnis (Anm: 1,20 zum Euro) stabilisiert und vielleicht auch darüber geht.“
Die für die exportabhängige Schweizer Industrie wichtigste Partnerwährung Euro hatte Anfang August sogar nahezu Parität erreicht. Nach der Entscheidung legte der Euro zum Franken knapp 9,5 Prozent zu. Im Vergleich zum US-Dollar schnellte der Euro nach der Entscheidung nach oben und notierte bei 1,42 US-Dollar, nach 1,40 Dollar zuvor.

Von

dpa

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