Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.08.2016

17:53 Uhr

Devisen

Eurokurs steigt über 1,13 US-Dollar

Der US-Dollar gerät zunehmend unter Druck. Hintergrund sind durchwachsene Konjunkturdaten und rückläufige Zinserwartungen. Das gibt dem Euro Aufwind: Er steigt auf den höchsten Stand seit dem Brexit-Votum am 23. Juni.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1295 (Montag: 1,1180) Dollar fest. dpa

Euronoten

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1295 (Montag: 1,1180) Dollar fest.

FrankfurtDer Eurokurs hat am Dienstag von einer allgemeinen Schwäche des US-Dollars profitiert und deutlich zugelegt. Zeitweise kletterte die Gemeinschaftswährung über 1,13 Dollar und erreichte bei 1,1323 Dollar den höchsten Stand seit den schweren Verwerfungen an den Finanzmärkten unmittelbar nach dem Brexit-Votum in Großbritannien am 23. Juni.

Im Nachmittagshandel fiel der Eurokurs aber wieder auf 1,1263 Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1295 (Montag: 1,1180) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8854 (0,8945) Euro.

Der US-Dollar stand nicht nur zum Euro, sondern auch zu vielen anderen Währungen erheblich unter Druck. Besonders stark profitierte der japanische Yen, der erstmals seit dem Brexit-Votum die Marke von 100 Yen je Dollar durchbrach. Auch der Schweizer Franken legte zur US-Währung deutlich zu.

Hintergrund der aktuellen Dollar-Schwäche ist der überraschende Rückgang des Geschäftsklima-Index der Unternehmen im Großraum New York. Es fiel nach Angaben vom Montag auf minus 4,21 Punkte von plus 0,55 Zählern im Vormonat. Ökonomen hatten mit einem Plus gerechnet. Händler begründeten die Dollar-Schwäche zudem mit rückläufigen Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank Fed.

Zuletzt waren Konjunkturdaten aus den USA eher durchwachsen ausgefallen und dämpften die Erwartungen an eine Zinserhöhung in den USA. Am Nachmittag hatten neue Daten zur Entwicklung der amerikanischen Verbraucherpreise die Spekulation auf einen späten Zinsschritt verstärkt.

Im Juli hatte sich die Inflation überraschend abgeschwächt. Aussagen des einflussreichen US-Notenbankers William Dudley, der eine baldige Zinserhöhung im September nach wie vor für möglich hält, konnten den Dollar am Nachmittag nur etwas stützen und den Euro im Gegenzug leicht bremsen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87060 (0,86677) britische Pfund, 112,74 (112,97) japanische Yen und 1,0849 (1,0893) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1344,00 (1339,40) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37.790,00 (37.830,00) Euro.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×