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09.01.2014

18:44 Uhr

Devisen

EZB-Chef Draghi lässt Eurokurs sinken

Die EZB bleibt wegen der schwachen Euro-Wirtschaft im Krisenmodus – Draghi hat in Aussicht gestellt, die Geldschleusen weiter zu öffnen. Daraufhin ist der Eurokurs gefallen. Vorerst bleibt der Leitzins aber unverändert.

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main: „Die EZB steht - wenn nötig - für entschiedenes Handeln bereit“, betonte Draghi. AFP

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main: „Die EZB steht - wenn nötig - für entschiedenes Handeln bereit“, betonte Draghi.

FrankfurtEZB-Chef Mario Draghi hat den Euro am Donnerstag unter Druck gebracht. Die Notenbank ließ ihren Leitzins zwar unverändert, doch Draghi stellte in Aussicht, die Geldschleusen weiter zu öffnen. Die Gemeinschaftswährung sank daraufhin am Nachmittag bis auf ein Tagestief von 1,3549 US-Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,3612 (Mittwoch: 1,3594) Dollar festgesetzt.

Die EZB bleibt wegen der schwachen Euro-Wirtschaft im Krisenmodus: Die Notenbank versichert den Finanzmärkten mit Nachdruck langfristiges Billiggeld und hält sich offen, die Geldpolitik weiter zu lockern. EZB-Präsident Draghi bekräftigte am Donnerstag im Anschluss an den Zinsentscheid in Frankfurt, trotz der rekordniedrigen Zinsen von 0,25 Prozent noch nachlegen zu können und beeindruckte damit einmal mehr die Anleger.

„Die EZB steht - wenn nötig - für entschiedenes Handeln bereit“, betonte Draghi. „Wir werden alle erlaubten verfügbaren Instrumente in Betracht ziehen.“ In Alarmbereitschaft versetzt die Notenbank der anhaltend niedrige Preisauftrieb - im Dezember fiel die Inflationsrate im Euroraum auf 0,8 Prozent und entfernte sich damit weiter vom EZB-Zielwert von knapp zwei Prozent. Außerdem sorgen sich die Währungshüter um die schwindende Liquidität an den Geldmärkten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82575 (0,82770) britische Pfund, 142,92 (142,33) japanische Yen und 1,2368 (1,2383) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1226,00 (1221,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 28 470,00 (28 540,00) Euro.

Von

dpa

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