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03.09.2015

18:03 Uhr

Devisen

EZB schickt Euro auf Talfahrt

Auf die Bekanntgabe des neuen EZB-Programms am Donnerstagnachmittag hat der Euro mit deutlichen Einbußen reagiert. Noch am Morgen hatte sich der Euro unbeeindruckt gezeigt und auf konstantem Niveau gehalten.

Die Äußerungen von EZB-Chef Draghi über eine potenzielle Ausweitung der Maßnahmen gegen eine niedrige Inflation ließen den Euro abstürzen. dpa

Euro büßt ein

Die Äußerungen von EZB-Chef Draghi über eine potenzielle Ausweitung der Maßnahmen gegen eine niedrige Inflation ließen den Euro abstürzen.

Frankfurt/MainDie Europäische Zentralbank (EZB) hat den Eurokurs am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1100 US-Dollar gehandelt. Zwischenzeitlich war sie sogar unter diese Marke gefallen. Vor der Pressekonferenz der EZB am Nachmittag lag der Eurokurs noch bei 1,1240 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1229 (Mittwoch: 1,1255) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8906 (0,8885) Euro.

Die EZB hat ihre Wachstums- und Inflationsprognosen gesenkt und gleichzeitig Handlungsbereitschaft signalisiert. Zunächst beließ die Notenbank ihr Anleihekaufprogramm zur Stützung der Konjunktur zwar unverändert. Aber: „Wir haben den Willen und die Fähigkeit zu reagieren, falls dies notwendig ist“, sagte EZB-Präsident Mario Draghi.

Experten halten daher weitere Schritte der Notenbank für wahrscheinlich. „Wir fühlen uns bestätigt in unserer Meinung, dass die EZB ihre Geldpolitik weiter lockern wird“, kommentierte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Eine weitere Lockerung würde den Druck auf den Eurokurs verstärken.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7345 (0,7369) britische Pfund, 134,98 (135,21) japanische Yen und 1,0903 (1,0867) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 31 780,0 (31 960,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1128,00 (1137,75) Dollar gefixt.


Von

rtr

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