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19.09.2013

07:52 Uhr

Devisen

Fed überrascht Dollar-Anleger

Der Dollar steht unter Druck. Grund dafür ist die Entscheidung der Fed, ungebremst ihre konjunkturstützenden Maßnahmen fortzusetzen. Der Greenback fällt auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten.

Der Dollar steigt nach seinem Einbruch wieder. Viele Anleger hatten eher auf eine drosselnde Geldpolitik der Fed gesetzt. dpa

Der Dollar steigt nach seinem Einbruch wieder. Viele Anleger hatten eher auf eine drosselnde Geldpolitik der Fed gesetzt.

SydneyDie überraschende Fed-Entscheidung zur ungebremsten Fortsetzung ihrer konjunkturstützenden Maßnahmen hat den Dollar kräftig unter Druck gesetzt. Die Fed habe viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, die auf eine Drosselung gesetzt hätten, sagten Händler.

Der Greenback fiel nach der Entscheidung auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten auf das Niveau, das dem er schon gelegen hatte, bevor Fed-Chef Ben Bernanke erstmalig den Einstieg in den Ausstieg aus dem Anleihe-Aufkaufprogramm in Erwägung gezogen hatte. Die Fed versuche nun, "den Geist wieder zurück in die Flasche zu bekommen", sagte Philip Marey von der Rabobank.

Der Euro hat am Donnerstag seine starken Gewinne halten können. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,3530 US-Dollar, nachdem sie am Mittwochabend einen Sprung von fast zwei Cent hingelegt hatte. Ein Dollar notierte mit 0,7388 Euro deutlich tiefer. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,3352 (Dienstag: 1,3356) Dollar festgesetzt.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte deutlich gemacht, dass die Fed die Wirtschaft noch nicht für robust genug hält, um ihre monatlichen Wertpapierankäufe über 85 Milliarden Euro langsam zurückzufahren. Ob die Zentralbank noch in diesem Jahr damit beginnen könnte, ließ er offen.

Die US-Notenbank habe die Marktteilnehmer mehr als überrascht, urteilte Helaba-Analyst Ralf Umlauf in einem Kommentar. Michelle Girard, Volkswirtin bei der UBS, erklärte, die Entscheidung der Fed könnte die Tür für eine langanhaltende ultralockere Geldpolitik eröffnen. "Und das wiederum könnte auch bedeuten, dass die Zinsen erst später angehoben werden."

An den Finanzmärkten profitierten nahezu alle Anlageklassen. Besonders heftig war die Reaktion in den Schwellenländern, die in den Monaten zuvor am stärksten unter der erwarteten geldpolitischen Wende in den USA gelitten hatten.

Zum Yen sackte der Dollar auf 98,32 Yen ab. Der Schweizer Franken notierte bei 0,9125 Franken je Dollar und 1,2340 Franken je Euro.

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