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18.10.2013

08:24 Uhr

Devisen Fernost

Dollar nach Einigung im Etatstreit unter Druck

Republikaner und Demokraten haben gerade rechtzeitig eine Einigung erzielt. Geholfen hat das dem Dollar nicht: Die Zwischenlösung beruhigt die Märkte nicht, da Streit Anfang kommenden Jahres erneut aufflammen dürfte.

Im fernöstlichen Devisenhandel hat der Dollar gegenüber dem Yen zulegen können. dpa

Im fernöstlichen Devisenhandel hat der Dollar gegenüber dem Yen zulegen können.

TokioSpekulationen auf eine vorerst anhaltende ultralockere US-Geldpolitik machen dem Dollar zu schaffen. Der Euro notierte zu Wochenschluss in Reichweite seines am Donnerstag erreichten Acht-Monats-Hochs von 1,3682 Dollar. Viele Anleger rechnen damit, dass das wochenlange Ringen um den US-Haushalt Spuren in der Wirtschaft hinterlassen hat und die US-Notenbank Fed ihre milliardenschweren Anleihenkäufe erst einmal beibehält.

„Die Märkte werden von der Erwartung getrieben, dass die Fed die Konjunktur weiter stützen wird“, sagte Sho Aoyama, Analyst bei Mizuho Securities. Die Ratingagentur Standard & Poor's erwartet, dass die US-Notenbank ihre bereits vor Monaten ins Auge gefasste Eindämmung der Geldflut bis mindestens Dezember hinausschiebt.

Senat und Repräsentantenhaus hatten in der Nacht zum Donnerstag einen Übergangshaushalt verabschiedet und die Schuldengrenze angehoben. Damit konnte gerade noch eine Zahlungsunfähigkeit der USA verhindert werden. Der Streit dürfte die USA nach ersten Schätzungen jedoch Milliarden gekostet haben. Standard & Poor's sprach von etwa 24 Milliarden Dollar

Der Greenback pendelte im fernöstlichen Devisenhandel am Freitag zum Euro um die Marke von 1,3670 Dollar und damit im Bereich des tiefsten Stands seit acht Wochen. Zur japanischen Währung tendierte er kaum verändert bei 98,04 Yen. Am Donnerstag hatte der Dollar im Vergleich zu den beiden Währungen deutlich an Wert verloren, nachdem der Kongress sich zwar doch noch auf einen Kompromiss geeinigt hatte, der die Zahlungsunfähigkeit der USA abwendet. Gleichzeitig wurde aber klar, dass es sich nur um eine Zwischenlösung handelt und bereits Anfang kommenden Jahres der Streit zwischen Demokraten und Republikanern erneut aufflammen dürfte.

Ein Euro kostete 133,88 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei 0,9029 je Dollar und 1,2342 Franken je Euro.

Von

rtr

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