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24.09.2015

18:14 Uhr

Devisen

Finanzmarktturbulenzen treiben den Euro

Die Finanzmärkte sind verunsichert: Der brasilianische Real stürzt auf Rekordtief, in Deutschland macht der VW-Skandal den Anlegern zu schaffen. Die Nervosität lässt den Euro-Kurs steigen.

dpa

Euro-Münze

FrankfurtDer Eurokurs hat am Donnerstag von der großen Verunsicherung an den Finanzmärkten profitiert und sich am späten Nachmittag der Marke von 1,13 US-Dollar genähert. Zuletzt kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1296 Dollar. In der Nacht war der Euro noch zeitweise bis auf 1,1165 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,1241 (Mittwoch: 1,1150) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8896 (0,8969) Euro.

„Die große Verunsicherung an den Finanzmärkten hat den Eurokurs gestützt“, sagte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank. Er verwies auf den Sturz des Brasilianischen Real auf ein Rekordtief und auf die Talfahrt der Aktienmärkte. Gefährlich werden könnten die wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten Brasiliens, falls sie auf andere angeschlagene Schwellenländer ausstrahlten, so Leuchtmann.

„Der Euro wird derzeit bei Krisen gesucht, da die US-Notenbank angesichts anhaltender Turbulenzen in den Schwellenländern weiter auf eine Leitzinsanhebung verzichten könnte“, so Leuchtmann. Von der EZB werde aber erst einmal keine weitere Lockerung erwartet. Präsident Mario Draghi hatte am Mittwoch deutlich gemacht, dass die Notenbank zunächst abwarten wolle.

Das stärker als erwartet gestiegene Ifo-Geschäftsklima für Deutschland im September sei in diesem Umfeld nicht entscheidend für die Kursgewinne gewesen. Die Unternehmensstimmung hatte sich trotz der Probleme in den Schwellenländern zum dritten Mal in Folge aufgehellt. „Getrübt wurden die Zahlen jedoch durch den Rückgang des Unterindikators für das für Deutschland besonders wichtige Verarbeitende Gewerbe“, sagte Leuchtmann.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,73870 (0,72970) britische Pfund, 134,48 (134,03) japanische Yen und 1,0928 (1,0882) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 31 980,00 (31 960,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1154,50 (1131,35) Dollar gefixt.

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dpa

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