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06.08.2015

11:58 Uhr

Devisen

Franken rutscht auf Tiefststand seit März

Der starke Euro setzte am Donnerstag den Schweizer Franken weiter unter Druck. Er hatte bereits in den vergangenen Tagen deutlich nachgegeben. Gründe sehen Experten etwa in der konjunkturellen Erholung in Spanien.

Nach der Entkopplung des Franken zum Euro war der Kurs des Franken zeitweise stark gestiegen. dpa

Schweizer Franken und Euro

Nach der Entkopplung des Franken zum Euro war der Kurs des Franken zeitweise stark gestiegen.

FrankfurtDer Schweizer Franken ist am Donnerstag auf den tiefsten Stand zum Euro seit März gefallen. Am Vormittag stieg der Kurs für einen Euro in der Spitze auf 1,0721 Franken. Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Franken spürbar nachgegeben. Experte Thomas Gitzel von der VP Bank erklärte die Kursbewegung mit einer Eurostärke.

„Abgesehen vom griechischen Schuldendrama präsentiert sich die Eurozone derzeit so gut wie schon lange nicht mehr“, schrieb er in einer Analyse. So hätten beispielsweise deutsche Unternehmen im Juni „einen bemerkenswert guten Auftragseingang verbuchen können“. Außerdem gebe es in Spanien eine spürbare konjunkturelle Erholung.

Nach Einschätzung von Gitzel ist die Franken-Schwäche nicht auf Aktionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zurückzuführen. „Die SNB hielt sich zuletzt mit Interventionen zurück“, so Gitzel. Im Januar hatte die Notenbank den Mindestwechselkurs von 1,20 Franken pro Euro aufgegeben. Nach dieser Entscheidung war der Kurs des als krisensicher angesehenen Franken zeitweise stark gestiegen und hatte sogar Parität mit dem Euro erreicht.

Von

dpa

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