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11.12.2013

09:39 Uhr

Devisen

Händler bereiten sich auf Jahresultimo vor

Das Jahresultimo naht und viele Markteilnehmer kaufen den Euro, um ihre Positionen glattzustellen. Der Euro hat sich zum Dollar daher kaum bewegt. Zudem wird eine Straffung der US-Geldpolitik wahrscheinlicher.

17 Länder in Europa benutzen den Euro als Zahlungsmittel. Am 1. Januar 2014 wird mit Lettland das 18. EU-Land den Euro als offizielle Währung übernehmen. dpa

17 Länder in Europa benutzen den Euro als Zahlungsmittel. Am 1. Januar 2014 wird mit Lettland das 18. EU-Land den Euro als offizielle Währung übernehmen.

FrankfurtDer Kurs des Euro hat sich am Mittwoch im frühen Handel kaum verändert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3763 US-Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7265 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,3750 (Montag: 1,3722) Dollar festgesetzt.

Spekulationen über eine möglicherweise nun doch bald anstehende Drosselung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed konnten der Gemeinschaftswährung weiterhin nichts anhaben. Händler begründeten dies vor allem mit dem anstehenden Jahresultimo. Viel europäische Marktteilnehmer kauften den Euro, um ihre Positionen glattzustellen.

In den USA war in der Nacht von Unterhändlern ein Kompromiss im Haushaltsstreit erzielt worden, dem Senat und Repräsentantenhaus aber noch zustimmen müssen. Damit wird die Wahrscheinlichkeit einer Straffung der US-Geldpolitik höher. Denn im Herbst hatte die Fed wegen des Streits auf die schon erwartete Reduzierung der Bond-Käufe verzichtet. Zuletzt hatten aber gute Konjunkturdaten den Börsianern die Angst vor einer Drosselung genommen.

Der Euro profitierte zudem von Spekulationen, dass auch die EZB gelassen ins neue Jahr gehen kann. Die wirtschaftliche Lage in Spanien und Italien habe sich verbessert, hieß es. Die noch vor kurzem erwartete weitere Lockerung der Geldpolitik für die Euro-Zone rücke damit etwas in die Ferne. "Ob und wann die EZB weitere expansive Maßnahmen ergreift, das wird voraussichtlich erst im kommenden Jahr wieder thematisiert", sagten die Analysten der Commerzbank. Um den Dollar nachhaltig zu stützen, müsse die Fed dagegen konkret werden. "Letztlich reichen in ihrem Fall nicht mehr Worte, sondern nur noch Taten. Auf letzteres wird man unserer Ansicht nach noch einige Monate warten müssen."

Der Dollar notierte zum Yen mit 102,70 Yen leicht unter dem Vortagesschluss von 102,82 Yen.

Von

rtr

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