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02.12.2015

17:19 Uhr

Devisen

Inflationsdaten belasten den Euro

Der Euro hat seine Verluste zum US-Dollar ausgeweitet. Schuld sind unerwartet schwache Inflationsdaten, die die Gemeinschaftswährung drücken. Die US-Währung profitiert von Äußerungen der Fed.

Die europäische Währung ist in den vergangenen Wochen unter Druck geraten. Beginnt nun die Erholung? dpa

Euro-Scheine

Die europäische Währung ist in den vergangenen Wochen unter Druck geraten. Beginnt nun die Erholung?

FrankfurtDer Euro hat nach Vorlage unerwartet schwacher Inflationsdaten aus der Eurozone am Mittwoch frühe Verluste zum Dollar ausgeweitet. Auch zu den meisten anderen Hauptwährungen gab der Euro nach.

Im Vorfeld der bevorstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank setzten Händler auf eine anhaltende Abwärtstendenz der europäischen Gemeinschaftswährung. Der Dollar profitierte hingegen von Äußerungen eines Zinsentscheiders der Federal Reserve Bank.

Zuletzt wurden für einen Euro 1,0563 Dollar gezahlt, das sind 0,7 Prozent weniger als am Vortag. Die Teuerung im Euroraum verharrte im November bei 0,1 Prozent, wie das Europäische Statistikamt mitteilte. Volkswirte hatten in einer Bloomberg- Umfrage ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.

Bei der Zinsentscheidung der EZB erwarten Volkswirte laut einer Bloomberg-Umfrage die Ausweitung der konjunkturpolitischen Stimuli, was die Währung weiter schwächen könnte.

Dagegen erklärte Dennis Lockhart, Präsident der Federal Reserve of Atlanta, er favorisiere eine Anhebung der Leitzinsen in diesem Monat. Zudem zeigten Daten des privaten Anbieters ADP, dass der Stellenaufbau in den USA im November anzog.

„Wir sehen den Gesamtzustand der US-Wirtschaft als sehr stark an”, sagte Omer Esiner, Chef-Marktanalyst bei dem Devisenbroker Commonwealth Foreign Exchange Inc. in Washington. „Heute konzentrieren wir uns wieder auf die unterschiedlichen Ausblicke bei Fed und EZB.”

Die schwächste Währung unter den meistgehandelten Devisen war das britische Pfund, das gegenüber dem Euro 0,2 Prozent und gegenüber dem Dollar 0,9 Prozent abgab. Konjunkturdaten aus Großbritannien deuteten eine Schwäche im Einzelhandel und im Bausektor hin, was auf weiterhin rekordniedrige Zinsen hindeutet.

Der Schweizer Franken legte gegenüber zum Euro 0,3 Prozent zu auf 1,0879 Franken. Zum Dollar verbilligte sich die eidgenössische Währung um 0,4 Prozent auf 1,0300 Franken.

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